Fussball
FK Pirmasens: Deshalb sieht es nach Abstieg aus
Wie konnte es dazu kommen? Vor der Winterpause stand der FKP noch auf Rang 15, der wohl für ein weiteres Regionalliga-Jahr reicht. Martin Gries, nach der Entlassung von Patrick Fischer Trainer für die drei Spiele im Dezember, holte fünf Punkte (ein Sieg, zwei Remis), sollte nach dem Willen der Vereinsführung weitermachen, doch dem voll berufstätigen Familienvater war die Belastung als Regionalliga-Coach auf Dauer zu hoch.
Also verpflichtete der FKP am 10. Januar Kevin Stotz als Trainer und Sportlicher Leiter in Personalunion, schließlich war mit Fischer auch Steven Dooley seines Amtes enthoben worden. Bis zum Ende der Transferperiode am 31. Januar klappte es auch aus finanziellen Gründen weder mit der dringend benötigten Verstärkung für die Offensive – die Sommer-Zugänge hatten alle nicht so recht gezündet –, noch mit einem Ersatz für Innenverteidiger Kevin Frisorger, der sich am 22. Januar beim Testspiel in Kandel das Kreuzband gerissen hatte.
Rot-Sperren und Corona-Erkrankungen
Dann nahm das Unheil seinen Lauf. Gleich drei Rot-Sperren und Corona-Erkrankungen schwächten das Team weiter, die ohnehin schon notorischen Defizite im Torabschluss verschärften sich. Insbesondere bei den sehr unglücklichen Niederlagen in Stuttgart und gegen Frankfurt ließen die Pirmasenser riesige Chancen ungenutzt. Und Stotz räumt auch ein: „Wir sind im Spielaufbau nicht so stabil.“
Am Freitag (19 Uhr) steht nun das Heimspiel gegen den mit Tabellenführer SV Elversberg punktgleichen Ex-Bundesligisten SSV Ulm an. Es fehlen die gesperrten Daniel Bohl und Moritz Zimmer. Wächst der Rückstand auf Rang 15 auch an diesem Spieltag, dürfte der Gang in die Oberliga kaum noch zu vermeiden sein.
Die Mannschaft bleibt zusammen
Die Mannschaft würde nicht auseinanderfallen. Ein Großteil der Spieler stand entweder ohnehin schon für die nächste Saison ligaunabhängig unter Vertrag oder unterschrieb in den vergangenen Tagen und Wochen. Große Hoffnungen setzt der FKP noch in den Verbandspokal. Gelingt im Finale in sieben Wochen gegen Schott Mainz ein Sieg, steht „die Klub“ im DFB-Pokal und darf sich auf eine hohe Einnahme freuen. Sieben – doch eine Glückszahl?