Handball
Final Four – ein Lichtblick nach schwierigen Wochen
Dabei stehen sich am Samstag zunächst um 18.30 Uhr der SC Magdeburg und Wisla Plock gegenüber, danach treffen um 20.45 Uhr die Löwen auf die Füchse Berlin.
„Ja, es ist eine Herausforderung, aber wir sind glücklich, dass wir so ein Event hier haben und umsetzen können, das ist ein Lichtblick nach den schwierigen Corona-Tagen“, sagte Löwen-Geschäftsführerin Jennifer Kettemann. Der Klub bewarb sich und bekam Mitte April den Zuschlag für die Premiere des Final Four in der European League.
Was ist zu tun? Die Löwen haben alles, was die vier Mannschaften betrifft, zu organisieren. Die Mannschaften sind nach der Anreise in einer Blase, sie werden bereits am heutigen Dienstag, am Donnerstag und Freitag auf das Virus getestet. Untergebracht sind die Teams im Mannheimer Hotel Radisson Blu, die Mannschaften logieren aber in verschieden Bereichen des Hotels und treffen sich nicht. Zudem ist natürlich auch das Hygienekonzept umzusetzen. Alle, die am Pfingstwochenende die SAP-Arena betreten, müssen sich genau wie die Spieler einem täglichen Test unterziehen.
Alle 13 Mitarbeiter im Einsatz
Die 13 Mitarbeiter der Löwen-Geschäftsstelle sind für das Final Four im Einsatz, Jennifer Kettemann kann sich da auf ein eingespieltes und motiviertes Team verlassen. „Jeder packt mit an“, betonte sie. Auch die Mitarbeiter der Arena freuen sich, denn viel tat sich ja nicht in den vergangenen 14 Monaten. Die Veranstaltung stehe der gesamten Region gut zu Gesicht, ein Wermutstropfen sei natürlich, dass die Handball-Spiele ohne Zuschauer stattfinden.
Ob finanziell unterm Strich für die Löwen ein kleiner Gewinn bleibt, lässt sich im Moment noch nicht absehen. Wichtigstes Anliegen für die Geschäftsführerin und den Klub war es, nach den extrem schwierigen Monaten in der Corona-Krise nicht „noch drauf zu legen“. Falls es gelingt, das Turnier im Laufe der Woche gut zu vermarkten, sind schwarze Zahlen durchaus möglich.
Die Mannschaft in der Krise
Ein bisschen gedämpft ist die Vorfreude, weil die Mannschaft der Rhein-Neckar Löwen in einem Tief steckt. Am Wochenende kassierte sie die dritte Niederlage in Folge. „Die Niederlage gegen den HC Erlangen hat weh getan. Wir strotzen definitiv nicht vor Selbstbewusstsein. Aber wir werden alles versuchen, den Titel zu gewinnen“, betonte Jennifer Kettemann und verwies auf die Verletztenmisere. Mit Kapitän Uwe Gensheimer, Jannik Kohlbacher oder Romain Lagarde fehlen wichtige Spieler.
Die Erinnerungen an 2013 werden in diesen Tagen jedenfalls wieder lebendig, damals setzten sich die Löwen in Nantes durch und holten den ersten Titel in der Klubgeschichte.