Kommentar
FCK: Pokal-Schlappe mit lautem Nachklang
Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Beim 1. FC Kaiserslautern ist es mehr als Spott: Es sind in diesem im positiven wie im negativen Sinne hochemotionalen Umfeld zuweilen Anfeindungen, mit denen Spieler, Trainer und Verantwortliche konfrontiert werden, wenn es sportlich schlecht läuft. Zum Glück aus Sicht des FCK haben die Roten Teufel in der Dritten Liga gerade eine Erfolgsserie hingelegt. Da traf die 1:2-Pokalschlappe beim TuS Mechtersheim die Fans etwas weniger hart. Dennoch wurden viele FCK-Profis teils übel beschimpft, was auch Mechtersheims erfahrener Trainer Ralf Gimmy mitbekommen hat und was ihn schockierte.
FCK steht öffentlich als schlechter Verlierer da
Gimmys Kollege Marco Antwerpen kam nach der Pleite nicht zu einer ungewöhnlichen sogenannten Pressekonferenz, was den FCK öffentlich als schlechten Verlierer dastehen ließ.
FCK: „Geplante Pressekonferenz eher öffentliche Befragung“
FCK-Sprecher Stefan Roßkopf sagte am Tag danach: „Zu einer Pressekonferenz zwischen ihm und Medienvertretern wäre Marco Antwerpen gern gegangen.“ Ist er später auch. Roßkopf ergänzte: „Aber die geplante Form war eher eine öffentliche Befragung mitten unter den Zuschauern in einer sehr emotionalen, aufgeheizten Atmosphäre. Dort, wo Marco Antwerpen hätte sprechen sollen, ist es zuvor zu Pöbeleien und beinahe auch Handgreiflichkeiten gekommen.“ Roßkopf weiter: „Das war in diesem Moment nicht der richtige Rahmen.“ Dass Antwerpen dem TuS-Team in der Kabine und auch dem Schiedsrichtergespann fair gratuliert hat, bekam kaum jemand mit.
Ein schwarzer Abend für die Roten Teufel
Die öffentliche Wahrnehmung indes hat dem FCK-Image geschadet – in jeder Hinsicht ein schwarzer Abend für die Roten Teufel.
