Handball
Eulen Ludwigshafen bleiben zu Hause eine Macht
Der Routinier wurde diesmal vermisst, aber trotzdem gab es von ihm erfreuliche Nachrichten. Vor dem Anpfiff der Partie gaben die Eulen die erneute Vertragsverlängerung mit Linkshänder Pascal Durak bekannt. Der 31-jährige, der in seine neunte Saison in Ludwigshafen geht, musste diesmal passen. Dabei wäre er eine Entlastung für seinen Freund Alexander Falk gewesen, der nicht das absolute Wurfglück auf seiner Seite hatte. Eine Erkältung zwang Durak und auch Max Neuhaus zu einer Pause.
Ohne Durak fanden die Eulen zunächst nicht ihr Spiel. Es war ein Auf und Ab, von Beginn wechselten sich die Führungen. Auch deshalb, weil die Gastgeber erneut in der Abwehr nicht aggressiv zur Sache gingen, oftmals auch einen Schritt zu spät kamen. Nach 20 Minuten hatte Trainer Michel Abt genug gesehen, zeigte sich sichtlich enttäuscht und wurde in der Auszeit richtig laut. Er brachte Mats Grupe, das 19-jährige Torwarttalent, und stellte die Abwehr auf Fünf-Eins um.
Torwart Grupe als Faktor
Eine taktische Maßnahme, die griff. Mit vier Paraden in Folge hielt Grupe seine Vorderleute im Spiel, so machten die Gastgeber einen 13:16-Rückstand bis zur Pause zum 18:18-Ausgleich durch den starken Sebastian Trost wett. „Der Trainer war zu Recht sauer, weil wir in der Abwehr nicht das umgesetzt haben, was wir uns vorgenommen haben“, sagte Trost.
Nach dem Wiederanpfiff wirkten die Eulen im Angriffsspiel deutlich entschlossener, mutiger und schneller. So schafften sie es, sich auch dank des überragenden Grupe im Tor, abzusetzen. „Mats hat uns heute sehr geholfen, er hat auch einige hundertprozentige Würfe pariert, das gibt uns auch ein gutes Gefühl im Spiel nach vorne“, befand Trost.
Immer wieder war auch Kapitän Max Haider am Kreis Anspielstation. So traf der 26-jährige sowohl zum 23:21 (36.) als auch zum 26:22 (41.). In der Halle wurde es lauter und lauter. Sensationell, wie Grupe den Kempa-Versuch von Jan Reimer auf Mislav Grigic mit dem rechten Arm parierte, während sich im Gegenzug Pascal Bührer zum 29:25 durchsetzen konnte. „Was wir in der ersten Hälfte nicht gut gemacht haben, das haben wir in der zweiten Hälfte deutlich besser gemacht“, meinte Tim Schaller.
Dormagen hatte kaum noch ein Mittel gegen das variable Angriffsspiel. Fanden die Gäste mal die Lücke durch die Eulen-Abwehr, dann stand oft Grupe, der mit 13 Paraden überzeugte, im Weg.