Kommentar RHEINPFALZ Plus Artikel Eishockey-Team bei der WM: Mehr als die Summe der Einzelteile

Harold Kreis steht mit der deutschen Mannschaft im Halbfinale der Weltmeisterschaft.
Harold Kreis steht mit der deutschen Mannschaft im Halbfinale der Weltmeisterschaft.

Deutschland steht bei der Weltmeisterschaft im Halbfinale, weil es bereit ist, Schmerzen zu ertragen und füreinander einzustehen.

Mit einer Legende des Mannheimer Eishockeys an der Bande hat die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft eine große Leistung vollbracht: Bundestrainer Harold Kreis hat mit seinen Spielern unter Beweis gestellt, ein Teil der Weltspitze zu sein. Nach dem vierten Platz bei der Weltmeisterschaft vor zwei Jahren ist der Einzug ins Halbfinale jetzt die notwendige Bestätigung, dass Deutschland die Topnationen nicht mehr nur ärgern, sondern in entscheidenden Partien auch schlagen kann.

Eishockey ist ein Spiel, in dem es vermutlich einen Tick mehr als bei anderen Teamsportarten darauf ankommt, widerstandsfähig zu sein, Schmerzen auf sich zu nehmen und als Mannschaft füreinander einzustehen. Die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes hat bei der Weltmeisterschaft bewiesen, dass die Summe der einzelnen Fähigkeiten geringer sein kann als das Gesamtprodukt – ganz im Gegensatz übrigens zu dem Bild, das die Fußballer vor ein paar Monaten in Katar abgegeben haben.

Die Schweiz und ihr Torhüter Robert Mayer sind ausgeschieden.
Die Schweiz und ihr Torhüter Robert Mayer sind ausgeschieden.

Nebenbei, aber nicht unwichtig: Mit dem Halbfinaleinzug haben sich die DEB-Kufencracks vorzeitig und direkt für die Olympischen Spiele 2026 qualifiziert. Im Zeichen der fünf Ringe gelang Deutschland vor fünf Jahren mit dem Gewinn der Silbermedaille der größte Erfolg der Historie. Vielleicht gibt es in ein paar Tagen eine neue Geschichtenerzählung.

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