Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Eintracht Frankfurt freut sich nun auf die Bayern

Evan Ndicka (links) erzielt das 2:0 für die Eintracht.
Evan Ndicka (links) erzielt das 2:0 für die Eintracht.

Eintracht Frankfurt bleibt nach dem 2:0 (0:0) gegen den 1. FC Köln auf Champions-League-Kurs. Und es gab am Sonntag gleich noch eine Kampfansage.

Es war ein Arbeitssieg. Letztlich knackten Torjäger André Silva mit seinem 18. Saisontor (57.) und der aufgerückte Abwehrmann Evan Ndicka mit einem schulmäßigen Kopfball (79.) den Kölner Abwehrriegel.

„Ein absoluter verdienter Sieg: Wir waren die klar bessere Mannschaft“, frohlockte Trainer Adi Hütter, der mit den Hessen so zielstrebig Richtung Champions League steuert wie ein Eisbrecher, der sich auch vom dichten Packeis vom Kurs nicht abbringen lässt. Die winterfesten Recken mit dem Adlerlogo auf den schwarz-roten Jerseys strotzen jedenfalls vor Selbstvertrauen. Und während Leverkusen oder Dortmund regelmäßig Federn lassen, untermauert die Eintracht jede Woche aufs Neue ihre Ansprüche auf die Königsklasse.

Die ganze Bundesliga passt auf

Nun schaut wohl die gesamte Bundesliga gespannt auf den nächsten Spieltag, wenn sich der FC Bayern in Frankfurt vorstellt. Der unverwüstliche Makoto Hasebe, der auch mit 37 Jahren nicht die leisesten Ermüdungserscheinungen zeigt, freut sich auf diese Herausforderung: „Gegen die Bayern ist es eine schwere Aufgabe. Aber wir sind sehr gut drauf und können auch die Bayern schlagen.“ Und Weltmeister Erik Durm kündigte nach dem erfolgreichen Geduldsspiel gegen die Kölner forsch an: „Wir haben einen super Lauf und wollen weiter auf dieser Welle reiten. Jetzt ist fast ein Spitzenspiel: Ich glaube nicht, dass wir uns verstecken müssen.“

22 Punkte schon 2021 geholt

Auch Hütter wirkte erpicht daraus, die Qualitäten nun gegen den Branchenprimus abzurufen. „Wir haben eine Woche Zeit, uns auf die beste Mannschaft der Welt vorzubereiten. Wir sind gut drauf, versuchen die Bayern zu fordern und zu gewinnen.“

Ganz unabhängig davon, wie sich die Münchner am Montag auf der Bielefelder Alm schlagen: An die von der Eintracht eingesammelten 22 Punkte im Jahr 2021 kommen auch die Allesgewinner von der Säbener Straße nicht heran. „Mich freut es unheimlich, wie wir momentan spielen, weil wie nirgendwo Punkte gestohlen, selten glücklich gewonnen haben“, sagte der 50-jährige Frankfurter Coach.

Nimmermüdes Anrennen

Schon in der ersten Halbzeit überzeugte der Gastgeber mit einigen erwärmenden Kombinationen. Vor allem das Offensivquartett mit Stoßstürmer André Silva, Linksaußen Filip Kostic und den beiden Zehnern Daichi Kamada und Amin Younes beschäftigte die Rheinländer unaufhörlich. Doch Kamadas Kopfball entschärfte Kölns Keeper Timo Horn (23.), der auch an Kamadas Gewaltschuss noch die Fingerspitzen brachte (30.). Zudem setzte Silva einen Kopfball zu hoch an (45.). Den Lohn für das nimmermüde Anrennen holte sich die Eintracht im zweiten Durchgang ab. FC-Trainer Markus Gisdol blieb kaum etwas anderes übrig, als einzuräumen: „Wir müssen nüchtern bleiben: Wir haben gegen eine Top-Mannschaft nicht gepunktet.“

So spielten sie

Eintracht Frankfurt: Trapp - Tuta, Hinteregger, Ndicka - Durm (70. Rode), Sow (70. Jovic), Hasebe, Kostic - Kamada (81. Zuber), Younes (71. Toure) - Silva (90. Hrustic)

1. FC Köln: Timo Horn - Cestic, Mere, Czichos - Wolf (82. Limnios), Skhiri, Jannes Horn (84. Katterbach) - Salih Özcan (72. Drexler), Rexhbecaj - Dennis (72. Arokodare), Duda (46. Thielmann)

Tore: 1:0 Silva (57.), 2:0 Ndicka (79.) - Gelbe Karten: Sow (5), Toure (2), Kostic (2) - Mere (2) - Beste Spieler: Ndicka, Silva - Timo Horn, Czichos - Schiedsrichter: Willenborg (Osnabrück).

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