Handball
Eine wie keine
Schon jetzt geht ein Gespenst um: Das Gespenst hat den Namen „Saisonabbruch“. Ein erneutes vorzeitiges Ende der Spielzeit würden viele Klubs vermutlich nicht verkraften. Viele Vereine sind bereits jetzt wirtschaftlich angeschlagen. Sie bangen, sie hoffen, sie blicken in eine ungewisse Zukunft. Und so freute sich Löwen-Geschäftsführerin Jennifer Kettemann kürzlich im RHEINPFALZ-Gespräch über jeden Zuschauer, den die Klubs in ihre Arenen lassen dürfen. Fußball ohne Fans ist schrecklich, Handball ohne Fans ist noch schrecklicher, das belegte der Handball-Abend am Dienstag in der SAP-Arena. Jetzt geht es erst einmal darum, dass bei der 20-Prozent-Quoten-Auslastung alles klappt. Das wäre ein Mutmacher.
Kiel der Favorit
Auf dem Weg zum Titel führt kein Weg am THW Kiel vorbei. Es wird jedoch wohl kein Alleingang, dazu kann bei dem engen Rhythmus zu schnell etwas passieren. Dennoch ist der Rekordmeister klarer Favorit, nicht nur wegen des exquisiten Neuzugangs Sander Sagosen. Aber auch der THW wurde bereits in der Vorbereitung durch Verletzungen zurückgeworfen, Torhüter Niklas Landin fehlt ja ebenfalls. Die große Anzahl an Verletzungen in der Vorbereitung ist frappierend. Die SG Flensburg-Handewitt, die Rhein-Neckar Löwen, vielleicht die Füchse Berlin und der SC Magdeburg, sie machen Druck auf den THW Kiel.
Das Programm für die Nationalspieler in den kommenden Monaten ist brutal. Die Saison 2020/2021 ist eine Saison mit vielen Fragezeichen. Falls am Ende das eine oder andere Ausrufzeichen stünde, wäre das schön.