Handball
Ein Stabilisator für die Rhein-Neckar Löwen
Als der 29-Jährige zum ersten Mal das Trainingszentrum in Kronau betrat, war er schwer beeindruckt von den Meisterfotos, die die Wände zieren. „Es ist ein Traum von mir, dass da mal ein Bild mit mir hängt“, sagte Olle Forsell Schefvert im Gespräch mit dieser Zeitung. Das sagte er, als er darauf angesprochen wurde, was denn mit der Löwen-Mannschaft in dieser Saison möglich sei. Olle Forsell Schefvert träumt – warum nicht? Und er schob scherzend nach: „Ich habe den Sparkassen-Cup in Altensteig zweimal gewonnen, das ist meine Ausbeute.“ Der Sparkassen-Cup ist ein Vorbereitungsturnier, Olle Forsell Schefvert hat Humor.
In Wetzlar alle Ziele erreicht
Wie HSG-Trainer Benjamin Matsche betonte, hätte Wetzlar gerne mit dem Schweden weitergemacht. Nach fünf Jahren entschloss sich der 29-Jährige aber, seine Zelte in Mittelhessen abzubrechen, als die Offerte der Löwen kam. Und wieso? „Ich hatte das Gefühl, dass ich meine Ziele mit Wetzlar erreicht habe. In meinem ersten Jahr haben wir uns für das Final Four qualifiziert. Leider nicht in der letzten Saison, das war vielleicht die größte Chance. Die Rhein-Neckar Löwen sind für mich einer der größten Vereine im Handball in den letzten 15 Jahren. Man sieht das an den Fotos in der Trainingshalle. Und ich kenne Sebastian Hinze seit Jahren.“ Der Trainer ist mit den Neuen Halil Jaganjac und Olle Forsell Schefvert zufrieden bislang. „Im Innenblock machen sie gute Arbeit, sie haben das System angenommen“, sagte er.
Im Wechsel mit Juri Knorr
Klar ist: Rückraumspieler Forsell Schefvert ist keiner, der im Spiel zehn Mal aufs Tor wirft. Er wird sich auf der Mittelposition mit Juri Knorr abwechseln. „Ich habe keine Spitzenqualität, ich bin nicht der größte Abwehrspieler. Der Coach sieht, dass er mich an vielen Stellen benutzen kann, das ist ein Vorteil von mir. In einer Pressemitteilung habe ich mal gelesen, ich wäre auch Kreisläufer gewesen“, sagte er lächelnd. Und er meinte: „Wenn Sebastian will, dass ich am Kreis spiele, dann spiele ich auch da.“
Das ist nicht ganz ernst gemeint. Die Schweden-Fraktion der Löwen um Mikael Appelgren, Lukas Nilsson und Albin Lagergren hat jedenfalls einen angenehmen und schlagfertigen Neuzugang bekommen.