Leichtathletik RHEINPFALZ Plus Artikel Der Weltbeste siegt

Oliver Koletzko trumpfte mit 7,88 Metzer auf.
Oliver Koletzko trumpfte mit 7,88 Metzer auf.

Der Weltjahresbeste der U20-Klasse im Weitsprung, Oliver Koletzko, gab bei der Bauhaus-Junioren-Gala in Mannheim einmal mehr seine Visitenkarte mit einer tollen Sprungshow ab. Und bei den jungen Damen wussten zwei aus der U18-Klasse zu überzeugen: Hochspringerin Johanna Göring und Weitspringerin Laura Raquel Müller.

Oliver Koletzko (Wiesbadener LV) trumpfte nach einem ungültigen ersten Sprung mit 7,88 Meter auf. „Ich bin megazufrieden, es hätte kaum besser laufen können. Ich habe auch für den Kopf eine tolle Weite hingelegt, die an die Bestleistung von 7,90 rangeht“, sagte der 17-Jährige, der auf Platz 1 der Weltbestenliste steht, „Medaille sind Ziel und Traum bei meiner ersten internationalen Meisterschaft in Tallinn“.

Rund 90 Athletinnen und Athleten schickt der Deutsche Leichtathletik-Verband zu den U20-Europameisterschaften (15. bis 18. Juli), die größte Mannschaft seit zehn Jahren. „Das ist gegen den Trend der Aussagen, wegen Corona könne man nicht gut trainieren“, sagte Bundestrainer Dietmar Chounard. Koletzkos Sprung bezeichnete er als Weltklasseleistung.

Lob für die MTG

„Sportlich herausragend, sowohl in der Spitze wie in der Breite“, bewertete Chounard die Gala Nummer 27 seit 1994, „und organisatorisch top gemacht“, betonte er den Mut der MTG Mannheim um Rüdiger Harksen, sich der Aufgabe in der Pandemie gestellt zu haben. „Ich bin stolz auf mein Team und froh, dass wir nicht aufgaben und trotz aller Bedenken mancher das Ganze durchzogen“, sagte Harksen.

Mit 6,41 Metern landete die erst 17-Jährige Laura Raquel Müller (Unterländer LG) in der Grube, die erst 16-jährige Johanna Göring (SV Salamander Kornwestheim), die mit 1,92 Metern die deutsche Jahresbestenliste der Aktiven anführt, überflog 1,86 Meter, musste sich aber der höhengleichen Schweizerin Marithé Engondo geschlagen geben. „Dass ich die 1,88 nicht mehr geschafft habe, war schade, aber ich bin froh, dass ich nach Tallinn fahren darf“, sagte Johanna Göring.

x