Handball
Der nächste Rückschlag für die Löwen
Es gibt mildernde Umstände. Die Personallage der Löwen hat sich weiter verschlechtert. Lukas Nilsson, der sich vor der Partie gegen die Füchse Berlin im Abschlusstraining am Sprunggelenk verletzte, konnte gestern nicht mehr mitmachen, im Spiel gegen die Füchse quälte er sich noch eine Halbzeit. Und Kreisläufer Jannik Kohlbacher hatte Probleme in der Wade, blieb vorsichtshalber nach der Pause auf der Bank.
Vorne fehlt die Durchschlagskraft
„Wir haben in der Abwehr nicht so richtig Zugriff gekriegt. Wir bekommen Tore, die wir nicht bekommen dürfen, nach 30 Sekunden Angriffsdauer. Und vorne fehlt uns einfach die Durchschlagskraft, da fehlen die schnellen Beine, da fehlt Spielfreude“, analysierte Trainer Martin Schwalb, der sich gestern von seinem Assistenten Klaus Gärtner vertreten ließ, der ja die Löwen ab Sommer eine Saison lang übernimmt.
Und die Erfolgserlebnisse fehlen. „Wir haben unglaubliche Verletzungsprobleme. Das hat dann nichts mehr mit den Rhein-Neckar Löwen zu tun, mit einer Mannschaft, die Ansprüche für ganz oben hat. Das ist eine Mannschaft, die sehr verletzungsgebeutelt ist, da merkt man, dass die Qualität ein bisschen nachlässt“, führte Martin Schwalb aus. Die Verletzmisere kommt zur Unzeit, denn an Pfingsten steht ja das Final Four an. Der Saisonhöhepunkt!
Nikolas Katsigannis hielt gut
Der TVB Stuttgart war gleich da, führte, zog weg und baute den Vorsprung zeitweise bis auf sieben Tore aus. Beim 26:23 waren die Löwen wieder in Sichtweite, der eingewechselte Torhüter Andreas Palicka kassierte dann einen Treffer, bei dem er der Meinung war, dass der Ball die Linie nicht überschritten hat. Er musste wegen Meckerns für zwei Minuten auf die Strafbank, das ließen sich die Stuttgarter dann nicht mehr nehmen. Palickas Ersatz Nikolas Katsigannis zeigte lange Zeit eine sehr gute Leistung. Für Lukas Nilsson spielte fast durchgängig der junge Philipp Ahouansou im linken Rückraum.
„Ich habe bis zum Ende gezittert. Wir wollen uns peu und peu weiterentwickeln. Wir wollen mit Teams wie Erlangen und dem Bergischen HC Schritt halten“, sagte Stuttgarts Trainer Jürgen Schweikardt.
So spielten sie
TV Stuttgart: Probst - Kristjansson (8), Häfner (4), Lönn (6) - Pfaffheicher (2), Zieker (2) - Röthlisberger - Peshevski (5), Weiß (2), Wieling (1), Müller (1), Nicolaus (1)
Rhein-Neckar Löwen: Katsigannis, Palicka - Lagergren (1), Schmid (2), Ahouansou (5) - Groetzki (4), Tollbring (8/1) - Kohlbacher (3) - Patrail (2), Gislason, Nilsson (1), Kirkelökke (2), Trost
Spielfilm: 5:2 (5.), 10:8 (20.), 15:10 (28.), 15:11 (Halbzeit), 20:15 (37.), 24:20 (44.), 26:23 (49.), 31:26 (58.), 32:28 (Endstand) - Siebenmeter: - 2/1 - Zeitstrafen: 1/2 - Beste Spieler: Kristjansson, Lönn, Probst - Katsigiannis, Tollbring - Schiedsrichter: Baumgart/Wild (Altenheim/Elgersweiher)