Meinung RHEINPFALZ Plus Artikel Der Befreiungsschlag der Handballer

Alfred Gislason.
Alfred Gislason.

Die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Tokio hat für den deutschen Handball eine immense Bedeutung. Das verleiht Rückenwind.

Mit einer seriösen Vorstellung hat die deutsche Handball-Nationalmannschaft das Ticket für die Olympischen Spiele in Tokio erkämpft. Die erste Halbzeit gegen Slowenien am Samstag war vielleicht die beste Leistung einer deutschen Mannschaft seit der Europameisterschaft 2016 in Polen, als der damalige Bundestrainer Dagur Sigurdsson seinem Team unglaublich viel Selbstvertrauen gab und sie zum Titel geleitete.

Gut für den gesamten deutschen Sport

Die Qualifikation der Handballer ist gut für die Spieler, den Verband, die Sportart und den gesamten deutschen Sport. Nun sind die Fußballer sowie die Hockey-Teams der Damen und Herren nicht mehr alleine. Und womöglich folgen ja die Basketballer noch. Die Sportart Handball bleibt im Rampenlicht, ist interessant für Sponsoren und hat so auch Argumente im Kampf um den Nachwuchs.

„Wir sind mehr als glücklich, dass wir die Aufgabe so souverän gelöst haben. Jetzt können wir den Traum von Olympia leben“, frohlockte DHB-Vizepräsident Bob Hanning und bekräftigte das Gold-Ziel: „Wir fahren nicht dorthin, um Zweiter zu werden.“

Selbstvertrauen ist gut, ein bisschen Demut scheint dennoch angebracht. Dazu lief zu viel schief in der Vergangenheit. Berlin war ein Befreiungsschlag – und auch ein erster Schritt zu mehr Konstanz.

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