Eishockey RHEINPFALZ Plus Artikel Der Abend der Adler-Premieren

Schoss sein erstes DEL-Tor für die Adler: Florian Elias.
Schoss sein erstes DEL-Tor für die Adler: Florian Elias.

Das Auswärtsspiel bei den Schwenninger Wild Wings war bereits der 15. Auftritt der Adler Mannheim in der Südgruppe der Deutschen Eishockeyliga. Trotzdem erlebten Spieler und Trainer Pavel Gross beim 4:0 (0:0, 1:0, 3:0)-Erfolg einen echten Premierenabend. Und das gleich in vielfacher Hinsicht.

„Ich weiß noch nicht, wer mir den Puck gesichert hat, aber ich bin mir sicher, dass einer von den Jungs daran gedacht hat“ – mit einem breiten Grinsen beantwortete Florian Elias die Fragen nach seinem ersten Treffer in der Deutschen Eishockeyliga. Sein Treffer zum 2:0 (44.) war wegweisend in dem schnellen Spiel, bei dem die Adler bis dahin zwar deutliche Vorteile hatten, aber durch das Tor von Markus Eisenschmid (38.) kurz vor der zweiten Drittelsirene eben nur knapp in Führung lagen. Die gute Laune des 18-Jährigen betraf aber das gesamte Spiel auf der kleinen Eisfläche in Schwenningen, auf der die Adler zum ersten Mal zu Gast waren. „Das Gefühl war einfach überragend.“

Taylor Leier gibt sein Adler-Debüt

Es erleichterte eine weitere Premiere, nämlich die von Stürmer Taylor Leier, der von den Adlern zwar in der Vorwoche verpflichtet worden war, aber nach mehreren negativen Tests und der Quarantäne zum ersten Mal mit seinen neuen Mannschaftskameraden auf dem Eis stand.

„Für mich hat sich die Eisfläche sehr natürlich angefühlt“, schmunzelte der Kanadier, der zwar aus der Tschechischen Extraliga nach Mannheim gekommen war, aber mit Eisflächen im NHL-Format in seinem Heimatland aufgewachsen ist und zur Premiere gleich eine Torvorlage auf Nico Krämmer beisteuerte. Wobei auch Krämmer selbst den Treffer eigentlich nur auflegte, der von der Schlittschuhkufe des Schwenninger Verteidigers Marius Möchel zum 4:0 über die Linie sprang (58.). Aber Eigentore im Eishockey werden immer dem Angreifer zugesprochen. 22 Sekunden davor hatte Matthias Plachta mit einem satten Strahl in Überzahl zum 3:0 schon letzte Zweifel am Auswärtssieg der Adler beseitigt.

Dennis Endras bleibt erstmals ohne Gegentor

Und: Nach starken Leistungen in dieser Spielzeit blieb Torhüter Dennis Endras erstmals ohne Gegentreffer. Grund genug für einen rundherum zufriedenen Trainer Pavel Gross: „Wir wollten heute viel die Beine bewegen und das ist uns gut gelungen“, lobte er seine Mannschaft nach dem läuferisch intensiven Auftritt.

So spielten sie

Schwenninger Wild Wings: Eriksson - Robak, Möchel; Fischer, Weber; Kristensen, Huß - Alexander Weiß, Tylor Spink, MacQueen; Thuresson, Bourke, Bassen; Pfaffengut, Daniel Weiß, Hadraschek; Cerny, Schiemenz, Zernikel

Adler Mannheim: Endras - Larkin, Katic; Krupp, Akdag; Schira, Lehtivuori - Plachta, Smith, Wolf; Elias, Loibl, Eisenschmid; Krämmer, Bast, Leier; Wirth, Brune, Klos

Tore: 0:1 Eisenschmid (Loibl, Katic) 38:29, Elias (Eisenschmid, Schira) 43:08, 0:3 Plachta (Wolf, Katic) 57:12, 0:4 Krämmer (Leier, Lehtivuori) 57:34 - Strafzeiten: 8 - 10 - Beste Spieler: Erikson, Fischer - Plachta, Endras, Katic - Schiedsrichter: Rohatsch (Lindau)/Kohlmüller (Erding).

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