Eishockey
Den Adlern Mannheim stehen aufregende Tage bevor
Vergangene Woche wurde Larkin zum zweiten Mal Vater. Aber Töchterchen Rhea ist zum Glück (noch) kein Nachtmensch. „Kein Problem, sie schläft super“, verrät der stolze Daddy. Und auch mit der zweieinhalb Jahre alten Mara laufe seit der Ankunft der kleinen Schwester alles rund, „sie findet die Kleine super und will sogar beim Wickeln helfen“. Thomas Larkin hat nun also zu Hause gleich drei Frauen um sich. Ist er nun ein männlicher Einzelkämpfer? „Nein, mein Hund ist Rüde“, sagt der mit einer Deutschen verheiratete Italo-Amerikaner und lacht.
Verschenkte Punkte tun weh
Was ihn am Sonntagabend sicher belastete, waren die verschenkten Punkte im Heimspiel gegen den deutschen Eishockey-Meister Eisbären Berlin. „3:1-Führung, das sollte eigentlich für mehr Punkte reichen“, weiß er. Mehr als nur den einen Zähler nach der im Penaltyschießen verlorenen Prestigepartie in der prall gefüllten SAP-Arena. „Das war eine gute, aber teure Lehrstunde“, rekapituliert Larkin, „sie hat uns zwei Punkte gekostet“. Aus insgesamt sieben im bisherigen Saisonverlauf unnötig vergebene Zähler kommt in seiner Rechnung gar Trainer Bill Stewart. Trotzdem, auch er lobt die grundsätzliche Konstanz des ja schlecht in die Spielzeit gestarteten, aber längst im vorderen Tabellenfeld etablierten Teams. Trotz ständiger Verletzungsausfälle. Wie nun aktuell Stürmer Tim Wohlgemuth, der vier Wochen pausieren muss – angefangen bei den Wochenendspielen am Freitag (19.30 Uhr) bei Schlusslicht Bietigheim Steelers und am Sonntag (15.15 Uhr) zu Hause gegen die Grizzlys Wolfsburg.
Meisterheld denkt auch an verpasste Chancen
Thomas Larkin warnt jedenfalls vor dem Schlendrian – gerade weil er sich als gebranntes Kind fühlt. Wenn er gut schläft, dann träumt der 31-Jährige manchmal noch von seinem goldenen Schuss ins Meisterglück im letzten Finalspiel 2019. „Aber das fühlt sich auch schon wie eine Ewigkeit an, wir hatten danach die Chance, das zu wiederholen und haben es nicht geschafft. Das waren für mich verpasste Chancen“, betont Larkin.
Jetzt stehen aufregende Tage bevor. Zwei Derbys – am Freitag in Bietigheim und Dienstag in Frankfurt – und am Samstag kommender Woche das Winter Game in Köln. „Aber das ist mir noch zu weit weg, wir müssen erstmal an dieses Wochenende denken“, sagt Larkin. Stürmer Luca Tosto (22) wurde für Wohlgemuth wieder aus Heilbronn hochgezogen, Verteidiger Mark Katic wird erneut in der vierten Angriffsformation aushelfen.