Sport Bayer-Leihgabe Marlon Frey will beim FCK Spielpraxis sammeln

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Zams. Es ist das erste Mal weg von zu Hause, weg vom Bundesliga-Dritten Bayer Leverkusen. Marlon Frey (20) wechselte auf Leihbasis für eine Saison vom Champions-League-Teilnehmer zum Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern. Im Mittelfeld der Roten Teufel will er Spielpraxis sammeln.

Entspannt sitzt er in den rot gestreiften Sesseln in der Lobby des Mannschaftshotels Jägerhof in Zams, noch bis Samstag die Residenz der Lauterer Mannschaft beim Trainingslager in Westtirol. Nach dem Mittagessen gibt’s eine kurze Verschnaufpause. „Es sind sehr intensive Trainingseinheiten, aber das Niveau ist auf jeden Fall da, und die Mannschaft hat mich sehr gut aufgenommen“, erzählt Frey von seinen ersten anstrengenden Trainingstagen im Trikot seiner neuen Mannschaft. „Es ist alles sehr interessant für mich, weil es ja das erste Mal weg von Leverkusen ist“, sagt der in Düsseldorf geborene und in Leverkusen fußballerisch ausgebildete Frey. Bei Bayer durchlief er sämtliche Jugendmannschaften. „In Leverkusen werden natürlich immer stärkere Spieler dazugeholt. Ich möchte hier den nächsten Schritt machen“, begründet er seinen Wechsel. Er ist sich darüber bewusst, dass es „eine Herausforderung für mich ist“. Frey möchte Spielpraxis sammeln, um 2017 stärker nach Leverkusen zurückzukehren. Vor einer Zielvorgabe, in welche Richtung der Weg mit seinen neuen Mannschaftskollegen geht, scheut sich der Neuling noch. „Wir sind ja noch im Aufbau und müssen erst mal als Team zusammenfinden“, erklärt der 20-Jährige. Ein Blick zum Training: Flanke von links, Frey läuft ein, doch im Torschuss fehlt ihm (noch) die Präzision. Er selbst sieht seine Stärken im „Passspiel, Spielaufbau und der Spielintelligenz“. Und diese Qualitäten versucht er auch auf den Trainingsplatz in Österreich zu bringen. „Er ist ein Spieler, der auch sehr diszipliniert ist. Er kann den nächsten Step machen. Alle neuen Spieler haben noch Entwicklungsmöglichkeiten“, sagt FCK-Trainer Tayfun Korkut. Er lässt in unterschiedlichen Formationen schon einmal den Ernstfall proben. Im Hintergrund des Trainingsplatzes grüßen die Berge mit ihren nebelverhangenen Gipfeln: Frey läuft viel, ist bemüht zu dirigieren. In den Tests morgen (18 Uhr; Sportplatz Jenbach) gegen den tschechischen Erstligisten FK Pribram oder am Samstag (18 Uhr, Kybunpark St. Gallen) gegen den FC St. Gallen erhält Frey zwei weitere Gelegenheiten, sich zu zeigen. Das Debüt in der höchsten deutschen Spielklasse hat er in der Saison 2015/2016 gefeiert. „Das war gegen Gladbach. Da haben wir schon 5:0 geführt, als ich reinkam. Aber das war natürlich ein super Gefühl. Man wünscht sich sein ganzes Leben, dass man einmal Bundesliga spielt. Das ist etwas, was man nicht mehr vergisst“, sagt Frey. Die Eindrücke des 12. Dezember 2015 und seines ersten dreiminütigen Kurzeinsatzes für die Profis von Bayer Leverkusen sind noch sehr präsent. Acht weitere Einsätze in der Bundesliga, einer im DFB-Pokal gegen die SpVgg Unterhaching im Achtelfinale und zwei Spiele in der Europa League standen am Ende der vergangenen Saison zu Buche. Das Fritz-Walter-Stadion kennt er bisher nur vom Training. „Ich freue mich riesig. Ich bin gespannt auf die Stimmung“, sagt Frey. Mit Max Dittgen teilt er sich im Trainingslager im Inntal ein Hotelzimmer – da sind die Neuzugänge einmal unter sich.

An dieser Stelle finden Sie ein Video via Glomex.

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