Tennis
BASF TC Ludwigshafen landet einen glücklichen Sieg
Mit dem Tunesier Aziz Dougaz stellten die Gastgeber gegenüber dem Freitag immerhin einen wichtigen Spieler mehr als noch bei der 1:8-Niederlage am Freitag in Wiesbaden. „Normalerweise macht das schon enorm viel aus“, betonte Teamchef Denis Gremelmayr. Zumal der Tunesier der Mannschaft als Nummer 234 der Welt einen enormen Qualitätsschub mitgab.
Allerdings nur auf dem Papier. Auf dem Platz blieb der 27-Jährige diesen Qualitätsnachweis schuldig. „Wir hatten uns von ihm ein wenig mehr erhofft“, räumte Gremelmayr nach der 3:6, 1:6-Niederlage gegen Sebastian Fanselow, der allerdings auch herausragend spielte, ein.
Völlig den Faden verloren
Dougaz war hingegen weniger stark, verlor nach einer 3:2-Führung und einem Break vor im ersten Durchgang völlig den Faden. Im Anschluss gingen fünf Aufschlagsspiele in Serie nahezu ohne Gegenwehr und innerhalb nur weniger Minuten verloren.
Gremelmayr hatte genug gesehen: „Gerade in einem so entscheidenden Match war diese Niederlage fast ohne Gegenwehr ein bisschen enttäuschend“, meinte der Teamchef. Eine Erklärung lieferte Dougaz dafür nicht wirklich, blockte Anfragen ab. „Ich will erst mal schauen, was Max macht“, sagte er und eilte direkt nach seinem verlorenen Match im Eilschritt in Richtung Nachbarplatz ab. Seine leichten Fehler, die gerade im zweiten Durchgang oft deutlich hinter der Grundlinie landeten, waren damit nicht erklärt.
Spieler ist wortkarg
Und auch nach der Niederlage von Max Neuchrist, mit der die Gäste aus Frankfurt nach den Einzeln trotz zwei Verletzungen und damit geschenkter Punkten für die Gastgeber, noch auf 3:3 stellten, war dem Tunesier nicht mehr zu entlocken. „Ja, ich habe gerade Tampere gespielt. Ja, ich bin am Samstag in Ludwigshafen angekommen. Ja, ich spiele am Dienstag beim Challenger-Turnier in Portugal.“ Vor Fragen zum Spiel schob er immer wieder aktuelle Teambesprechungen, auch wenn im Match selbst das Teamgefühl, laut Gremelmayr, „nicht immer spürbar war.“
Noch nicht gesichert
Immerhin reichte es trotzdem noch zum wichtigen Heimsieg, auch wenn der Klassenerhalt damit drei Spieltage vor dem Saisonende noch nicht endgültig gesichert ist. Immerhin profitierten die Gastgeber dabei von den verletzungsbedingten Rückzügen von gleich zwei Frankfurter Einzeln, darunter der ehemalige Ludwigshafener Mika Lipp, der den Gastgebern gemeinsam mit dem ebenfalls verletzten Luka Storck im Doppel einen weiteren kampflosen Punkt bescherte. Der entscheidende Sieg im Doppel gelang dann „Team Österreich“, Max Neuchrist und Tristan Weissborn mit 10:3 im Match-Tiebreak.