Tennis RHEINPFALZ Plus Artikel BASF TC Ludwigshafen: Am Ende dann doch noch eine gute Saison

Bester Mann des BASF TC Ludwigshafen: Cezar Cretu.
Bester Mann des BASF TC Ludwigshafen: Cezar Cretu.

Tabellendritter und am letzten Spieltag sogar noch eine kleine Chance auf Aufstieg und Meisterschaft – eigentlich war es eine erfolgreiche Saison für den BASF TC, oder?

Auf der anderen Seite steht, dass der Klassenerhalt in der Zweiten Liga erst mit zwei Siegen am Wochenende gesichert wurde. Am Sonntag gab es ein 5:4 gegen Bad Vilbel.

Es war das turbulente Ende einer insgesamt spektakulären Spielzeit. „Platz drei hätten wir vor der Saison sofort unterschrieben“, bilanzierte BASF-TC-Trainer Denis Gremelmayr, der zum Saisonabschluss im Doppel sogar selbst noch einmal auf dem Platz stand. Nicht geplant, was als Überschrift für einen Großteil der Ludwigshafener Saison hätte herhalten können. „Wir wollen schnell zwei, drei Spiele gewinnen und möglichst viele deutsche Spieler einsetzen“, hatte Gremelmayr als zwei der drei Saisonziele ausgegeben. Erreicht wurde zumindest das dritte: „Ziel ist ein Platz im oberen Tabellendrittel.“

Verletzungen und Fehlstart

Das zweite wurde schon früh verfehlt. Der fest eingeplante Liam Gavrielides fiel schon vor der Runde mit Verletzung aus, Nicola Kuhn, ebenfalls für die ganze Runde eingeplant, verletzte sich nach zwei Einzeln erneut. Und dann gingen auch noch die ersten beiden Spieltage knapp verloren. „Wenn Du von Anfang an unten drinstehst, ist es schwer, den jungen Spielern eine Chance zu geben“, betonte Gremelmayr. Max Amling blieb bei einem Einsatz, Paul Wörner kam auf immerhin drei Einzel. Einen Sieg gab es in keinem der vier Matches.

Es waren andere, die die Saison für den BASF TC retteten. Der Rumäne Cezar Cretu zum Beispiel, der bei seiner Premiere im Vorjahr die Erwartungen nicht ganz erfüllte, überzeugte in diesem Sommer mit einer Bilanz von sechs Siegen bei nur einer Niederlage sowie fünf Erfolgen im Doppel und war damit zuverlässigster Punktesammler des Teams. Fast genauso erfolgreich waren die Neuverpflichtungen des BASF TC. Pedro Boscadrin Dias und Joao Lucas Reis da Silva aus Brasilien und Juan Bautista Torres aus Argentinien haben sofort überzeugt. „Die drei waren ein echter Gewinn für die Mannschaft. Nicht nur auf dem Platz, sondern vor allem in der Kabine“, hob Gremelmayr die Mentalität der Südamerikaner hervor, die er gerne auch im kommenden Sommer wieder in Ludwigshafen begrüßen würde. Die stehen einer Weiterverpflichtung positiv gegenüber. „Es gefällt mir hier sehr“, erklärte Boscardin schon nach seinem ersten Einzel: „Nach dem Sieg am Freitag war die Situation ein kleines bisschen entspannter. Es hat Spaß gemacht, hier zu spielen.“

Schwierige Situation

Die Bilanz von Denis Gremelmayr fiel ein wenig differenzierter aus. „Unsere Situation war natürlich schwierig.“ Immerhin standen die Ludwigshafener nach zwei knappen Niederlagen zum Saisonbeginn von Anfang an im unteren Tabellendrittel, waren daher zum Siegen verdammt, was die Einsatzmöglichkeiten junger Talente eher einschränkte. „Wir mussten auf die stärksten Spieler bauen.“ Immerhin war er stolz darauf, wie der Kader die Situation gemeistert hat. Vor dem Abschlusswochenende kämpften noch sechs Teams gegen den Abstieg. Und es spricht für die enge Liga, dass der BASF TC am Ende nur einen Sieg von Aufsteiger TC Augsburg Siebentisch entfernt war.

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