Tennis RHEINPFALZ Plus Artikel BASF gewinnt 5:4: Der Trainer hilft beim Auftaktsieg

Rollentausch: Eigentlich coacht Denis Gremelmayr (rechts) das Team des BASF TC Ludwigshafen. Gestern musste er aber spielen.
Rollentausch: Eigentlich coacht Denis Gremelmayr (rechts) das Team des BASF TC Ludwigshafen. Gestern musste er aber spielen.

Der BASF TC Ludwigshafen startet mit ein 5:4 (4:2)-Erfolg gegen den TC Ismaning in die Saison der zweiten Tennis-Bundesliga. Ein Sieg, der unter keinem guten Stern begonnen hatte, war fast schon eine Frage von Generationen.

Denis Gremelmayr ist zunächst einmal als Trainer für die Herren des BASF TC zuständig und steht nur als Notnagel auf der Meldeliste. „Ich sorge dafür, dass der Altersschnitt ein wenig gesenkt wird“, scherzte der 42-Jährige im Pressegespräch vor der Saison noch. Aber gleich am ersten Spieltag fand sich der Routinier auf dem Platz wieder und sicherte an Punkt sechs einen wichtigen Zähler aus den Einzeln gegen die Bayern. „Das war definitiv anders geplant“, räumte er ein, nachdem er nach dem 6:4, 7:6-Erfolg gegen Michael Weindl die Glückwünsche seiner beiden Töchter entgegengenommen hatte.

Die Startformation des BASF TC Ludwigshafen zur Saisonpremiere war eine wilde Notlösung. „Steven Diez steht in Spanien bei einem Turnier im Finale, Aziz Dougaz hat die erste Qualifikationsrunde für den Rothenbaum in Hamburg gewonnen, Lennart Hampel steht in einem Doppelfinale und auch Ignazio Buse spielt in Österreich noch ein Turnier“, zählte Gremelmayr die vier eigentlich eingeplanten Spieler auf. „Ich bin deshalb froh, dass gestern Abend um 23 Uhr Liam Gavrielides noch kurzfristig eingesprungen und angereist ist.“

15 Jahre Altersunterschied

Den Ludwigshafener Zuschauern war es egal. Selten zuvor stand ein Match von Punkt sechs so sehr im Mittelpunkt des Interesses des fachkundigen Publikums. Gremelmayr bewies, dass der Zahn der Zeit gegen seinen 15 Jahre jüngeren Gegner scheinbar spurlos an ihm vorbeigegangen ist. Immer wieder zeigte er das Ballgefühl und das Spektakel, das die Zuschauer auf der Anlage an der Weiherstraße über Jahre so sehr genossen haben. Gremelmayr selbst war trotzdem nicht ganz mit sich zufrieden: „Mein Arm war heute nicht so richtig locker.“ Das habe sich vor allem bei den Returns bemerkbar gemacht. „Das ist eigentlich eine meine Stärken.“ Immerhin genügte letztlich auch jede Menge Vorausschau und Routine: „Ich habe versucht, möglichst viel in der Oberliga zu spielen, damit ich zumindest für den Notfall gerüstet bin. Und als ich gesehen habe, dass es nicht wie erhofft läuft, habe ich einfach nur versucht, mich durchzukämpfen.“

Letztlich war sein gewonnenes Match ein wichtiger Baustein für das Gesamtergebnis. Nicola Kuhn, Neuzugang Mikalai Haliak und vor allem Daniel Baumann im letzten Einzel des Tages sorgten für die wichtige 4:2-Führung, die ein wenig mehr Gestaltungsfreiheit für die Doppel bedeutete. Vor allem der Weißrusse Haliak hinterließ dabei einen starken Eindruck: „Ich war etwas nervös vor meinem ersten Spiel für einen neuen Verein“, sagte er nach seinem 6:3, 7:5-Erfolg gegen Yannik Kelm. Er habe weder die Anlage noch den Gegner vorher gekannt. „Ich habe deshalb ein wenig Zeit gebraucht, um ins Match zu kommen und habe dann im zweiten Satz auch den Fokus wieder ein bisschen verloren.“ Das Doppel Nicola Kuhn und Liam Gavrielides sorgte mit einem ungefährdeten 6:3, 6:2 für den 5:4-Auftaktsieg.

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