Boxen
Asya Ari – das Fernziel sind die Olympischen Spiele
Die wichtigste Voraussetzung dazu wird im Gespräch mit Asya Ari, der schlanken jungen Frau von 1,67 Meter Körpergröße, rasch klar: „Um sportlich Erfolg und haben, muss man sehr diszipliniert sein, sehr strukturiert. Das bin ich. Außerhalb der Schule kenne ich nur meinen Sport“.
Schon einige Triumphe
Das sagt sie und lächelt: „Höchstens, dass ich mit meinem Hund Ayuz Gassi gehe. Und mit meinem Bruder Atakan Eis essen. Der ist 14 und vom Schwimmen erst zum Fußball und jetzt auch zum Boxen gewechselt.“ Das Talent, sich boxerisch koordiniert zu bewegen und die Gegnerinnen samt dem Kampfgericht mit erstaunlich vielfältigen Schlagkombinationen zu beeindrucken, haben Asya Ari in der Gewichtsklasse bis 57 kg schon einige Triumphe einbracht. Das sind: 2021 deutsche Meisterin der U18 und der U19 – beide Titel wurden coronabedingt innerhalb eines Jahres erkämpft –, Europameisterin der U19 (in Sofia/Bulgarien), wiederum deutsche Meisterin der U19 dieser Tage im Heidelberger Olympia-Stützpunkt Rhein-Neckar. Dazu Erfolge bei mehreren internationalen Turnieren im gehobenen Amateurbereich.
Arbeit im Olympia-Stützpunkt
Ihr Talent und ihr Wille, „mich noch mehr zu verbessern“, werden fortan im genannten Olympia-Stützpunkt kämpferisch, technisch und mental gestärkt. Asya Ari zog deswegen von Frankenthal nach Heidelberg um, wo sie die Abiturklasse in einem Gymnasium besucht, nicht allzu weit von ihrer neuen Heimat, dem Olympiazentrum. Bisher besuchte sie das heimische Albert-Einstein-Gymnasium.
Bewährungsprobe: WM im November
Die Olympiahoffnung des Deutschen Boxsport-Verbandes wechselte erst vor vier Jahren vom Wettkampfschwimmen beim Frankenthaler SV zum 1. BC Frankenthal und dort zu den Trainern Andreas Riedel, Dietmar Geier und Daniel Judt. In der Coronaphase trainierte sie in Absprache mit ihnen zu Hause.
Um olympisch boxen zu können, muss Asya Ari sich international weiterhin bewähren. Dafür Gelegenheit hat sich bei der Weltmeisterschaft der International Boxing Association (IBA) im November, bei anderen Veranstaltungen der IBA und bei einem Olympia-Ranglistenturnier. Die Neu-Heidelbergerin aus Frankenthal ist zuversichtlich: „Ich mach das, weil ich an mich glaube“. Übrigens: Das könnte sie außer auf Deutsch und Türkisch auch auf Englisch und auf Französisch sagen.