Fußball
Arminia Ludwigshafen verliert nach indiskutabler Leistung 0:3
Eine Woche nach dem unglücklichen Verpassen der Aufstiegsrunde und vier Tage vor dem Verbandspokal-Halbfinale gegen den Regionalligisten Wormatia Worms spielte der FCA mit angezogener Handbremse, agiert erschreckend planlos und fehlerhaft.
Das Pokalspiel war allgegenwärtig und wohl nicht aus den Köpfen der Spieler zu bekommen. In einer niveauarmen Partie fehlten dem Spiel der Arminia Präzision und Tempo, was mit der mangelhaften Laufbereitschaft zusammenhing. „Das war auf der ganzen Linie enttäuschend und viel zu wenig“, grollte Trainer Andreas Brill.
Mängel im Zweikampfverhalten nach der Pause
Ahrweiler stellte eine athletische und körperlich starke Mannschaft, realisierte aber lange nicht, dass die Arminia an diesem Tag zu schlagen war, wenn man das Offensivspiel etwas forciert. Nach zwei Möglichkeiten für die Ludwigshafener Giuliano Cultrera (10.) und Marcel Bormeth (13.) wurden die Gäste stärker. Ein Kopfball von Almir Porca (25.) und ein Schuss von Nils-Simon Remagen (27.) verfehlten ihr Ziel nur knapp. Gegen Ende der ersten Halbzeit legten die Gastgeber einen Zahn zu und erarbeitete sich Chancen für Nico Pantano (44.) und Bormeth (45.). Es blieb aber ein Strohfeuer.
Nach dem Wechsel wurden die Mängel im Zweikampfverhalten auf Seiten der Gastgeber noch eklatanter, die Fehlpässe zahlreicher und die Offensivaktionen weniger. Die einzige klare Gelegenheit in den zweiten 45 Minuten vergab Aleksandar Biedermann nach einem Konter über Pantano und Giuliano Cultrera (57.).
Ahrweiler hingegen witterte Morgenluft und ging nach einem tollem Pass von Mohamed Loum mit einem Treffer des starken Florent Sylaj in Führung (67.). Ein Aufbäumen der Einheimischen blieb aus. Im Gegenteil. In der Endphase fiel das Team völlig in sich zusammen. Torwart Kevin Urban parierte zwar aus kurzer Entfernung gegen Luca Marx, doch den Abpraller verwertete erneut Sylaj (84.). Damit nicht genug. Der gerade eingewechselte Lukas Minwegen köpfte eine Ecke Remagens zum 0:3-Endstand ins Netz (88.).