Fußball Andrew Wooten fühlt sich bei Verbandsligist Mechtersheim schon wie zu Hause

Erstes Saisontor: Andrew Wooten (rechts).
Erstes Saisontor: Andrew Wooten (rechts).

Mit einer überraschenden Verpflichtung wartete Verbandsligist TuS Mechtersheim auf. Stürmer Andrew Wooten (35), ehemaliger Bundesligaspieler, heuerte an der Kirschenallee an.

„Eigentlich wollte ich ja aufhören“, sagte Wooten nach seiner letzten Station, dem Oberligisten VfR Mannheim: „Dann bin ich ins Gespräch mit Nauwid gekommen“, Nachname Amiri und Trainer in Mechtersheim. Den habe er nicht persönlich gekannt, „mal hallo gesagt. Er hat mir seine Vision aufgezeigt. Sie hat mir sehr gefallen“ – keine langen Bälle, stets spielerische Lösungen: „Das macht mir Spaß und wir hatten eine gute Vorbereitung.“

Amiri bekam Wooten rum, noch ein Jahr dranzuhängen. Da bedurfte es erst gar nicht weiterer Informationen über seinen Mannheimer Kameraden und jetzigen TuS-ler Mate Bozic. „Das sind alles gute Jungs und gute Spieler“, fasste der US-Amerikaner nach Stationen wie 1. FC Kaiserslautern, Philadelphia Union und Preußen Münster seine ersten Eindrücke in der Provinz zusammen. Ob Umfeld, Bedingungen, Vorstand, Zuschauer – „sehr positiv. Jeder ist mit Herzblut dabei. Es ist sehr familiär. Die Menschen sind sehr herzlich. Ich fühle mich wie zu Hause“. An das Gelände an der Philippsburger Straße meinte er sich aus einem Spiel im Dress des 1. FCK II erinnern zu können.

„Noch ein, zwei Schippen drauflegen“

Beim 2:2 (2:1) zum Auftakt im Heimspiel gegen FK Pirmasens II lief Wooten gemeinsam mit Rückkehrer Aleksandar Biedermann an vorderster Front auf: „Es ist noch nicht perfekt. Aber es klappt sehr gut“, meinte der Angreifer: „Wir verstehen uns sehr gut, auch außerhalb des Platzes, schreiben uns. Es kann nur besser werden.“

Das Ergebnis gegen die Pirmasenser bezeichnete der Neue als etwas ärgerlich: „Wenn wir unsere Chancen besser genutzt hätten, hätten wir sicher gewonnen. Wir haben gut angefangen und eine richtig gute erste Halbzeit gespielt. In der zweiten Halbzeit waren nicht mehr so konsequent, auch spielerisch nicht mehr so gut.“ Hinzu seien die Ausfälle einiger wahrscheinlicher Stammkräfte und Fehler in der Abwehr gekommen: „Wir müssen noch ein, zwei Schippen drauflegen.“

Gleich das erste Saisontor gemacht

Die nächste Gelegenheit, es besser zu machen, gibt es schon am Mittwoch (19.30 Uhr) in der dritten Runde des Verbandspokals gegen Mitabsteiger SV Viktoria Herxheim mit dem Ex-Mechtersheimer Coach Ralf Schmitt, Derbycharakter und entsprechendem Zuschauerinteresse inklusive: „Wir spielen zuhause und wollen eine Runde weiterkommen, egal wie“, so Wooten, der seine einzige Länderpartie einst gegen Costa Rica bestritt: „Jeder muss aber hundert Prozent geben. Wenn nicht jeder an die Grenzen geht, gewinnen wir auch nicht.“

Gegen den FKP erzielte Wooten das erste Saisontor für die Römerberger zum 1:0. Dennoch setzt er sich keine Marke, wie oft er mindestens treffen will: „Ich will einfach der Mannschaft mit Toren und Vorlagen helfen. Ich versuche voranzugehen, so gut es geht. Ich möchte den Jungen etwas mitgeben, jeden Tag. Und Tore schieße ich natürlich auch gerne.“

Bei Aufstieg noch ein Jahr?

Das alles soll dann am Saisonende in die Top Drei führen: „Alles andere wäre mit diesem Kader schlecht.“ Natürlich strebe er den maximalen Erfolg des Aufstiegs an: „Aber es ist kein Wunschkonzert.“

Und dann, hängt Andrew Wooten noch mal ein Jahr dran? „Ich bin ja nicht mehr der Jüngste“, sagt er: „Aber wenn mich der TuS Mechtersheim braucht, bei einem Aufstieg stellt sich die Frage nicht“ – dann macht er weiter.

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