Kommentar RHEINPFALZ Plus Artikel Als Bayer mal keine gute Idee hatte

Peter Bosz.
Peter Bosz.

Bayer Leverkusen bleibt sich treu und verliert mal wieder ein Top-Spiel. Union Berlin ist die bislang die Überraschung der Saison.

Es musste Peter Bosz kommen um festzustellen: Die Idee von Bayer Leverkusen, die vielen zweiten Plätze in der Klub-Geschichte mit dem Wort „Vizekusen“ zu vermarkten, war nicht so toll. „Das ist aus meiner Sicht keine so gute Idee. Ich will immer gewinnen“, sagte er. Und als bräuchte es einen weiteren Beweis, verlor Bayer Leverkusen am Samstag 1:2 gegen den FC Bayern. Mit zwei richtig dicken Fehlern lud Bayer die Bayern ein, die so ihr atemberaubendes Jahr krönten. Bayern grüßt als Weihnachtsmeister von der Spitze, das tut auch in der kurzen Pause gut. Bayer hat eine klasse Mannschaft. Aber am Samstag hat wieder das gewisse Etwas gefehlt.

Fatale Schalker Personalpolitik

Das Eingeständnis einer fatal falschen Personalpolitik: Schalke 04 holte den Jahrhunderttrainer Huub Stevens abermals aus dem Ruhestand. Stevens, der nach seinem Kurzgastspiel bei der TSG 1899 Hoffenheim im Jahr 2015 schon nicht mehr als Trainer arbeiten wollte, hat am Samstag mit der völlig verunsicherten Elf die Wende nicht geschafft. Schalke droht tatsächlich der Abstieg!

Union überrascht

Die Überraschungsmannschaft der Serie ist bisher der 1. FC Union Berlin. Das Team verweist die These, das zweite Jahr nach dem Aufstieg sei das schwerste, in das Reich der Fabel. Das Team punktet auch ohne Max Kruse. Ein Lob den Standards. Warum auch nicht? Und Trainer Urs Fischer ist längst auch für andere Vereine interessant geworden. Auch der VfL Wolfsburg ist konstant gut.

Auf der anderen Seite: die Enttäuschungen. Borussia Dortmund, klar. Mit dem Kader jetzt schon acht Punkte hinter den Bayern, das ist unverständlich. Hertha BSC verliert nun auch auswärts. Der Klub hat Geld, aber zu wenig Punkte.

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