Eishockey RHEINPFALZ Plus Artikel Adler und Co. reichen Unterlagen für Lizenz ein

Wann die kommende Eishockey-Saison beginnen kann, steht noch in den Sternen.
Wann die kommende Eishockey-Saison beginnen kann, steht noch in den Sternen.

Fristgerecht, aber hier und da nicht vollständig, haben sämtliche 14 Klubs der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) ihre Unterlagen für das Lizenzierungsverfahren der Saison 2020/21 eingereicht. Darunter ist auch Zweitligist Löwen Frankfurt – für den Fall, dass eventuell als Folge der Corona-Krise ein Team die Anforderungen nicht erfüllen kann. Die Pinguins Bremerhaven haben als bisher einziger DEL-Klub erklärt, dass ihre Profis dem freiwilligen Gehaltsverzicht, der von der DEL zur Bedingung gemacht wurde, zugestimmt haben. Andere Teams wie die Kölner Haie müssen noch Unterschriften nachreichen. Es gibt noch Gesprächsbedarf.

Adler Wolf: Wollen keine Steine in Weg legen

Die Adler Mannheim erteilten zum Lizenzierungsverfahren keine Auskunft. „Wie in den vergangenen Jahren auch“, stellte ein Sprecher gestern klar. Nationalstürmer David Wolf hatte der RHEINPFALZ vergangene Woche gesagt: „Wir als Spieler sind die Letzten, die Steine in den Weg legen wollen. Wir wollen alle Eishockey spielen – so schnell wie’s geht.“

Wann das der Fall sein kann, ist noch sehr unsicher. Grundsätzlich soll die neue Saison am 18. September beginnen. Ob angesichts der dann vorherrschenden Corona-Pandemielage überhaupt gespielt werden kann, steht in den Sternen. Geisterspiele sind wohl für die meisten Klubs auf Dauer finanziell nicht durchzuhalten – auch nicht für die gutsituierten Vereine wie die Adler. Deren Klubchef Daniel Hopp hatte jüngst von „zwei bis drei“ Geisterspielen gesprochen, die er sich in der SAP-Arena vorstellen könne - wenn es dann eine verlässliche Perspektive auf Partien mit Publikum gäbe.

Teil des Lohns soll eingefroren werden

Zum Thema Gehaltsverzicht: Das 75/25-Modell der DEL sieht vor, dass die Spieler zunächst nur drei Viertel ihres Lohns erhalten. Die Auszahlung des offenen Viertels soll abhängig von den Einnahmen des Klubs sein. Bewegen sich diese auf dem Niveau der Vorsaison, werden den Profis am Rundenende die „eingefrorenen“ 25 Prozent ausbezahlt – ein eher unrealistisches Szenario. Konnte der Klub zum Beispiel nur 90 Prozent erlösen, würden noch 15 der fehlenden 25 Prozent überwiesen. Liegt der Umsatz nur bei 75 Prozent oder darunter, gäbe es keine weitere Auszahlung.

Unabhägig davon wird mit der neuen Spielzeit der Auf- und Abstieg zwischen den ersten beiden Profiligen DEL und DEL2 wieder eingeführt. Der Lizenzantrag für den sportlichen Aufstieg in die DEL zur Saison 2021/2022 musste jetzt abgegeben werden. Mit den Löwen Frankfurt, den EC Kassel Huskies und den Bietigheim Steelers gibt es drei DEL2-Klubs, die ihre Unterlagen fristgerecht eingereicht haben.

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