Eishockey
Adler-Neuzugang Szwarz: Geduld zahlt sich eben aus
Wie groß die Freude der Adler-Akteure war, sahen Fernsehzuschauer und Fans in der Arena nach der Partie. Als Schlussmann Felix Brückmann im Magenta-Interview Fragen beantwortete, kamen seine Mitspieler gerade zur Ehrenrunde auf das Eis und verhinderten das Gespräch, indem sie ihren Schlussmann umarmten und mit ihm feierten.
„Das freut einen natürlich und zeigt auch, dass wir eine gute Stimmung in der Mannschaft haben“, sagte Brückmann im Anschluss. Ihm war es erneut zu verdanken, dass die Adler kein Gegentor kassierten. Ein ums andere Mal hielt er in höchster Not, und so stand nach der Partie das dritte Zu-Null-Spiel des Schlussmanns.
Ein Topspieler, der nur etwas Zeit benötigt
Bei null Toren steht ein Spieler der Adler seit Donnerstagabend nicht mehr. Stürmer Jordan Szwarz traf im Spiel gegen die Haie erstmals in der Deutschen Eishockey-Liga und war mitverantwortlich für den Erfolg. „Das freut mich riesig für Jordan. Das war sehr wichtig“, sagte Pavel Gross. Dem Coach der Adler dürfte jedoch nicht nur das Tor gefallen haben, sondern auch Szwarz’ Arbeit in Unterzahl, in denen er wichtige Bullys gewann. „Wir wissen, dass Jordan ein Topspieler ist. Aber er braucht noch etwas Zeit. Er bringt alle Qualitäten mit. Er ist ein guter Läufer, guter Kämpfer und guter Bullyspieler“, lobt er seinen Schützling. Auf ihn wird Gross sicher auch im Auswärtsspiel am Samstag (18.30 Uhr) in Iserlohn bauen.
Für die Begegnung im Sauerland erwartet der Trainer eine „heiße“ Partie. „Es macht mir, wegen der alten Halle und den lautesten Fans der Liga, immer großen Spaß in Iserlohn zu spielen“, gibt er zu. Von der Stimmung am Seilersee hat Neuzugang Szwarz bereits gehört und erwartet daher ein hartes Auswärtsspiel.
Im Powerplay sollte es klappen
Doch wenn die Adler an ihre letzten Erfolge anknüpfen, sollten natürlich auch die Iserlohn Roosters schlagbar sein. Ein Blick auf die Special Teams (Über- und Unterzahl) genügt, um zu erkennen, dass die Adler vor allem im Powerplay ihre Chance haben, mindestens ein Tor beim schwächsten Unterzahlteam der Liga zu erzielen ...
Gerade in diesen Momenten steht dann vermutlich wieder einer auf dem Eis: der Kanadier Jordan Szwarz. Der erklärt, warum es im Powerplay so gut läuft: „Wir wollen es einfach halten und die Scheibe zum Tor bringen.“ Am Donnerstag stand er, nach Pass von Matthias Plachta, genau richtig. Ein einstudierter Spielzug, wie der 30-Jährige verriet. Das zweite Tor erzielte vor 7659 Zuschauern Andrew Desjardins im Mitteldrittel.
Nicht nur offensiv wird Szwarz gebraucht – auch in der Defensive wird er seine Aufgaben gegen den Roosters-Angriff bekommen. „Iserlohn hat eine offensiv ausgerichtete Mannschaft. Die sind stark, die sind schnell, die wollen nach vorne“, weiß Gross. Doch hinten steht ja noch Brückmann.