Eishockey
Adler Mannheim: Von Panik nichts zu spüren
„Gerade in München haben wir ein richtig gutes Spiel gemacht.“ Als Grund für die Niederlage bemühte Trainer Bill Stewart vor dem Auswärtsspiel bei den Pinguins Bremerhaven (Freitag, 19.30 Uhr) eine leicht abgewandelte, simple Fußballweisheit: „Der Puck muss ins Netz.“
Tyler Gaudet rückt zu Wolf und Plachta
Ein Rückkehrer stimmt Stewart optimistisch, dass diese Vorgabe schon im hohen Norden umgesetzt wird. Erstmals wird Neuzugang Tyler Gaudet in der Startaufstellung stehen und seinen Platz in der Sturmreihe zwischen David Wolf und Matthias Plachta einnehmen. Wolf drückte das beinahe euphorisch aus: „The man is back! (der Mann ist zurück)“ Dem 29-jährigen Kanadier Gaudet ist diese Euphorie eher fremd. „Ich fühle mich großartig und bin fit für Freitag“, sagt er einfach. Ja, er habe auf sein Comeback hingearbeitet. Sicher, es sei immer unangenehm in Bremerhaven zu spielen. Nein, etwas Besonderes hat er sich für seinen Pflichtspieleinstand bei den Adlern nicht vorgenommen: „Ich will einfach rausgehen, und so gut wie möglich spielen.“ Und dann bemüht er noch eine der unter Eishockeyspielern so beliebten Floskeln: „Bremerhaven kommt hart, aber wir kommen härter.“
Am Sonntag Heimspiel gegen Bietigheim
Es sei nicht schön gewesen, zum Saisonauftakt draußen zu stehen. Aber was Gaudet da gesehen hat, hat ihm trotz der Niederlagen gefallen. „Wir haben gut gespielt“, sagte er vor allem mit Blick auf die Begegnung in München (2:5): „Da haben wir viele gute Momente gehabt.“ Nur eben zu wenig Pucks im gegnerischen Netz. Für die soll unter anderem Gaudet nun am Wochenende sorgen – in Bremerhaven und im Heimspiel am Sonntag, 19 Uhr, gegen die Bietigheim Steelers. „Wir wissen alle, dass wir besser sind, als die letzten Ergebnisse es sagen“, fügte er noch grimmig hinzu.
Das unterstrich auch Korbinian Holzer: „Wir haben in München einen guten Job gemacht.“ Das sei dem Team im Videostudium noch einmal vor Augen geführt worden. „Aber natürlich haben wir auch die Dinge angeschaut, die wir nicht so gut gemacht haben, und an denen wollen wir weiter arbeiten.“ Letztlich Kleinigkeiten.
Auch für Bill Stewart sind die beiden Auftaktniederlagen noch lange kein Grund zur Panik. „Ich war nur enttäuscht, dass unsere besten Spieler nicht ihre beste Leistung abgeliefert haben“, sagt er. Wie entspannt er die Niederlagen nimmt, zeigt allein sein Umgang mit der Personalie Gaudet: „Er hätte auch am vergangenen Wochenende spielen können, aber ich wollte ihn bei 100 Prozent sehen, nicht bei 80 oder 90.“ Gerade zum Saisonbeginn erhalten angeschlagene Spieler die nötige Erholungszeit. „Das machen wir jetzt auch bei Mark Katic so“, kündigte Stewart an. Der Verteidiger hatte in München über muskuläre Probleme geklagt. Fabrizio Pilu wird am Wochenende definitiv ausfallen.