Eishockey
Adler Mannheim siegen gegen Ingolstadt: Eine Kampfansage
Kurz vor den Play-offs müssen die besten Spieler einer Mannschaft ihre stärkste Leistung abrufen. Beim 6:3 (1:3, 3:0, 2:0) der Adler Mannheim gegen den ERC Ingolstadt gingen die Stürmer Markus Eisenschmid und Lean Bergmann im letzten Vorrundenheimspiel schon einmal mit gutem Beispiel voran.
Geschäftsführer Matthias Binder war nach 40 Minuten aber noch angespannt: „Dieses letzte Drittel wird sehr entscheidend für unsere weitere Saison.“ Fünf Spiele in Serie haben seine Adler zuvor verloren und hatten dabei oft erschreckend schwache Leistungen gezeigt. Auch vor 11.902 Zuschauern gegen den Tabellenzweiten lief es zunächst nicht.
Schon nach 66 Sekunden zog Trainer Bill Stewart die Notbremse in Form einer Auszeit. Da lag seine Mannschaft bereits 0:2 zurück, hatten Justin Feser und Charles Bertrand innerhalb von elf Sekunden die Gäste in Führung geschossen. Die Anhänger in der SAP-Arena waren zu geschockt, um ihre Mannschaft auszupfeifen. Und Ingolstadt hätte nach 20 Minuten noch deutlicher führen können, bemängelte Trainer Mark French trotz eines halbwegs komfortablen 3:1. „In der Kabine war es erst einmal sehr still“, sagte Markus Eisenschmid über die Stimmung in der Adler-Kabine.
Bestätigung gegen Düsseldorf?
Als er das berichtete, war seine Laune allerdings schon wieder wesentlich besser. Und das nicht nur, weil er selbst noch im ersten Durchgang in Überzahl auf 1:2 (13.) verkürzt hatte, sondern vor allem, weil er mit seinen drei Treffern (38./49.) gemeinsam mit Lean Bergmann, dem ebenfalls drei Tore gelangen (33./40./54.), zum Matchwinner wurde. „Ich glaube, wir haben heute eine gute Antwort auf die letzten Wochen gegeben“, sagte Eisenschmid. Das sah der 24-jährige Bergmann, dessen 2:3-Anschlusstreffer sein erster im Trikot der Adler in dieser Saison war, ähnlich: „Wir haben gestern eine Menge geredet.“ Aber so wie ab Mitte des zweiten Drittels wollen die Adler nun für den Rest der Saison auftreten, kündigte er an. Das darf durchaus als Kampfansage an die Konkurrenz verstanden werden. Das letzte Drittel war der von Manager Binder erhoffte Fingerzeig, den die Adler zum Vorrunden-Abschluss am Sonntag, 14 Uhr, bei der Düsseldorfer EG bestätigen wollen.