Eishockey RHEINPFALZ Plus Artikel Adler Mannheim: In der Defensive fast fehlerlos

Die Adler jubeln.
Die Adler jubeln.

In einem intensiven Spitzenspiel der Deutschen Eishockey-Liga setzten sich die Adler Mannheim gegen den EHC Red Bull München mit 5:1 (1:0, 2:1, 2:0) durch. Dabei waren die Gastgeber vor allem effizienter als die Gäste aus München.

„Wir haben am Anfang einige Schlüsselsituationen verloren“, sagte Gästetrainer Don Jackson, der immerhin einen deutlich aufgeräumteren Eindruck hinterließ, als bei seinem letzten Auftritt in der SAP-Arena. Vielleicht eine Frage der Gewohnheit, denn mittlerweile warten die Münchner seit sieben Partien auf einen Sieg gegen die Adler.

Und einen besseren Start hätten sich die Gastgeber nicht wünschen können. Gerade einmal 19 Sekunden waren gespielt, da zappelte der Puck hinter Danny aus den Birken im Netz. Ruslan Iskhakov, der für den kurzfristig ausgefallenen Lean Bergmann in die erste Sturmreihe gerückt war, legte im Nachsetzen auf, Markus Eisenschmid nahm die Scheibe auf – und es hieß 1:0 für die Adler.

Vorbild Reul

Danach entwickelte sich ein spannendes, intensives Eishockeyspiel, in dem beide Mannschaften zeigten, warum sie zu den Titelkandidaten zählen. Entsprechend freute sich auch Adler-Trainer Pavel Gross. Euphorie stellte sich bei ihm aber nicht ein. „Wir haben gut gespielt, eine gute Leistung gezeigt und die Tore zum richtigen Zeitpunkt gemacht“, resümierte er kurz und zutreffend.

Denn nach dem 1:1-Ausgleich durch Freddy Tiffels (22.) jubelten nur noch die Gastgeber. Unter anderem in Person von Kapitän Denis Reul. Dessen Schlenzer vor das Tor wurde vom Münchner Austin Ortega unhaltbar für Danny Aus den Birken abgefälscht (25.). Entsprechend verschmitzt fiel das Grinsen des Mannheimer Verteidigers aus. Der war schließlich mehr in der Defensive gefordert, war einmal mehr ein Vorbild in Sachen geblockter Schüsse. Und offensiv belohnten sich die Arbeiter. Jason Bast zum Beispiel. Der legte auf Tim Wohlgemuth auf, der vier Minuten vor der zweiten Pause zum 3:1-Zwischenstand traf.

Lob für Brückmann

Es war schon die Vorentscheidung, denn Mannheim agierte defensiv fast fehlerlos und offensiv weiterhin mit der ein oder anderen Belohnung. Das 4:1 durch Jordan Szwarz (46.) stand sinnbildlich dafür. Toll setzte sich Luca Tosto da gegen zwei Gegenspieler durch, blitzschnell fand Nigel Dawes denn besser postierten Kollegen. Der Rest war hervorragende Verteidigung, die den personell herausragend besetzten Gästen kaum echte Torchancen gewährte in Verbindung mit einem aufmerksamen Felix Brückmann im Tor, der auch bei den Halbchancen auf dem Posten war. Aus Sicht von Gross ein wichtiger Faktor. „Felix war im Tor überragend“, lobte er. Letztlich war es aber eine Gemeinschaftsarbeit, die Mark Katic mit einem Schuss ins verwaiste Tor der Gäste mit dem 5:1 (60.) vollendete.

Für die Adler geht es am Dienstag (19.30 Uhr, Magenta TV) mit einem Gastspiel bei den Wolfsburg Grizzlys weiter.

So spielten sie

Adler Mannheim: Brückmann - Reul, Katic; Preto, Wirth; Larkin, Akdag - Iskhakov, Desjardins, Eisenschmid; Krämmer, Szwarz, Dawes; Plachta, Wohlgemuth, Wolf; Tosto, Bast, Klos

Red Bull München: Aus den Birken - Boyle, Seidenberg; Redmond, Abeltshauser: Blum, Daubner; Cimmerman – Ortega, Smith, Ehliz; Parkes, Street, Tiffels; Mauer, Kastner, Varejcka; Schütz, Hager, Gogulla

Tore: 1:0 Eisenschmid (Iskhakov) 0:19, 1:1 Tiffels 21:17, 2:1 Reul (Wirth) 23:45, 3:1 Wohlgemuth (Bast) 35:50, 4:1 Szwarz (Tosto) 45:46, 5:1 Katic 59:45 - Strafzeiten: 10 - 4 - Beste Spieler: Bast, Reul - Ortega, Kastner - Schiedsrichter: Macfarlane (USA)/Schukies (Herne).

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