Eishockey RHEINPFALZ Plus Artikel Adler Mannheim fällt in Straubing zu wenig ein

Adler-Spieler Felix Schütz wird von Tim Brunnhuber verfolgt.
Adler-Spieler Felix Schütz wird von Tim Brunnhuber verfolgt.

Der Straubinger Pulverturm bleibt kein gutes Pflaster für die Adler Mannheim. Der Tabellenführer der Südgruppe in der Deutschen Eishockeyliga unterlag am Freitagabend bei den Straubing Tigers mit 1:2 (0:0, 1:2, 0:0) und wartet damit seit 2018 auf einen Sieg bei den Bayern.

Die Entscheidung fiel im zweiten Durchgang. Geburtstagskind Markus Eisenschmid beendete die Torflaute beider Mannschaften. Gerade einmal sieben Sekunden waren die Adler da in Überzahl. Vom Bully weg verwertete er den zweiten Nachschuss zur bis dahin nicht unverdienten Gästeführung (30.). Die Führung hielt aber nur knapp zwei Minuten. „Wir haben kurz aufgehört zu spielen“, grantelte Torschütze Eisenschmid und meinte damit vor allem den Ausgleichstreffer durch Mitchell Heard (32.) bei dem das Rückzugsverhalten der Adler überhaupt nicht passte.

Entscheidung in der 40. Minute

Und als sich alle schon mit einem Remis zur zweiten Pause abgefunden hatten legten die Tigers durch Kael Mouillierat vor, der im Gewühl vor dem Adler-Tor die Übersicht behalten hatte (40.). Letztlich war dies schon die Entscheidung.

Zwei Minuten doppelte Überzahl ...

Immerhin begann der Schlussabschnitt mit einer Überzahl für die Gäste. Ärgerlich, dass es nur eine einfache Überzahl war, denn obwohl mit Benedikt Schopper bereits ein Tiger draußen saß, erlaubte sich Marcel Brandt einen Bandencheck gegen Brendan Schinnimin. Verständlich, dass Eisenschmid intervenierte, aber er beraubte die Adler damit einer doppelten Überzahl zum Drittelbeginn. Chancen erspielten sie sich dabei nicht. Besser wurde es sechseinhalb Minuten vor dem Ende. Da erlaubte sich zunächst Chasen Balisy einen hohen Stock und dann checkte Mouillierat Adler-Verteidiger Lehtivuori in die Bande. Volle zwei Minuten doppelte Überzahl für die Adler und sie machten daraus: nichts. Eine Chance von Schinnimin, bei der Vogl Sieger blieb – mehr fiel dem Tabellenführer gestern Abend nicht ein.

Die Adler zogen gegen aufopferungsvoll kämpfende Gastgeber letztlich verdient den Kürzeren.

So spielten sie

Straubing Tigers: Vogl - Acolatse, Gormley; Daschner, Schopper; Kohl, Brandt; Klein - Latta, Connolly, Heard; Bassler, Eder, Schönberger; Ziegler, Balisy, Laganiére; Mulock, Brunnhuber, Mouillierat

Adler Mannheim: Endras - Larkin, Krupp; Reul, Dziambor; Lehtivuori, Wirth - Huhtala, Smith, Valenti; Schütz, Elias, Wolf Shinnimin, Loibl, Eisenschmid; Brune, Bast, Krämmer; Klos

Tore: 0:1 Eisenschmid (Wolf, Loibl) 29:31, 1:1 Heard (Eder) 31:40, 2:1 Mouillierat (Brandt) 39:24 - Strafminuten: 14:10 - Beste Spieler: Endras, Eisenschmid – Vogl, Eder - Schiedsrichter: Rantala (Finnland) - Iwert (Harsefeld).

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