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Adler Mannheim: Die Serie ist beendet
Die Serie der Mannheimer Adler ist gerissen. Der deutsche Eishockeymeister verlor Freitagabend bei den Eisbären Berlin 1:5 (0:1, 1:2, 0:2). Zuvor hatten die das Eis zehn Mal hintereinander als Sieger verlassen.
Es kann manchmal schnell von der einen in die andere Richtung gehen in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL). Vor genau vier Wochen noch hatten die Eisbären bei den Adler Mannheim ein Spiel hingelegt, das sie offensichtlich noch nicht vergessen hatten: 3:7 hieß es am 22. November aus Berliner Sicht. Und seitdem hatten die Adler nicht mehr verloren, sie traten mit einer Serie von zehn Siegen in Serie in der Arena am Ostbahnhof an – und verließen sie mit einer Niederlage. Die Eisbären hatten vor 13.983 Zuschauern eben diesmal ein erstaunlich selbstbewusstes Spiel hingelegt, das vor allem in ihre Richtung lief.
Die Adler finden nicht ins Spiel
Das Spiel war vom ersten Bully weg ordentlich schnell. Die Berliner versuchten offensichtlich, den Tabellendritten zu beeindrucken und das klappte. Wenn auch Mannheims Goalie Johan Gustafsson beim 1:0 von Frank Hördler etwas die Orientierung verloren hatte. Hördlers Schuss von der blauen Linie kam mit Ansage und bei freier Sichtbahn. Aber dem Tor war eine starke Vorarbeit der ersten Berliner Sturmreihe um Marcel Noebels vorangegangen.
Die Eisbären machten diesmal nicht den Fehler, dem insgesamt flinken Gegner zu viel Platz im eigenen Drittel zu gestatten – wie noch vor vier Wochen in Mannheim. Das war ganz schlecht für die Adler, denn so kamen sie nicht ins Wirbeln.
Nach dem 4:1 sitzen nur die Mannheimer Fans
Trotzdem traf Jan-Mikael Järvinen für die Adler im zweiten Drittel zum 1:1, im ersten Powerplay der Mannheimer. Der Meister fand durch den Ausgleich aber irgendwie nicht zu seinem üblichen, dominanten Spiel. Offensichtlich hatten sich die Eisbären, die am Dienstag noch ein 1:5 gegen Krefeld hingelegt hatten, blendend auf den Gegner eingestellt. Ein Powerplaytor durch Marcel Noebels und ein schöner Treffer des jungen Sebastian Streu waren die Belohnung für das Berliner Engagement im Mittelabschnitt, den die Eisbären mit einer 3:1-Führung beendeten.
Nachdem Noebels dann mit einer schönen Einzelleitung im letzten Drittel sogar noch zum 4:1 für die Berliner traf, saß in der Halle kein Mensch mehr – abgesehen von der kleinen Enklave Mannheimer Fans. Landon Ferraro traf unter den Augen seines Vaters – der einstige Superstar Ray Ferraro war im Publikum – sogar noch zum 5:1 für die Eisbären.
Eisbären Berlin: Dahm - Kettemer, McKiernan; Wissmann, Hördler; Braun - Lapierre, Sheppard, Noebels; Ortega, Olver, Streu; Ferraro, Aubry, Dietz; T. Reichel, Labrie
Adler Mannheim: Gustafsson - Lampl Lehtivuori: Larkin, Katic; Reul, Akdag; Krupp - Huhtala, Smith, Soramies; Rendulic, Järvinen, Krämmer; Plachta, Desjardins, Wolf; Hungerecker, Radeke, Rosa
Tore: 1:0 Hördler (Sheppard) 9:55, 1:1 Järvinen (Rendulic) 21:55, 2:1 Noebels (Ortega) 25:42, 3:1 Streu (Ortega) 33:32, 4:1 Noebels 52:15, 5:1 Ferraro 53:46 - Strafminuten: 10 - 12 - Beste Spieler: Dahm, Noebels, Ortega - Smith, Järvinen, Reul – Zuschauer: 13.983 - Schiedsrichter: Iwert/Piechaczek (Adendorf/Landsberg).