Eishockey
Adler gegen Haie: Mal wieder ein Topspiel
In den vergangenen Jahren hatten sich beide Mannschaften sportlich voneinander entfernt. Während bei den Adlern regelmäßig die Meisterschaft als Saisonziel galt, war man auf Kölner Seite schon froh, überhaupt den direkten Einzug in die Play-offs zu erreichen. An Vorzeichen glaubt Adler-Trainer Pavel Gross deshalb aber nicht: „Köln ist nach wie vor eine der Toporganisationen der Liga. Dort wird man alles tun, um wieder ganz nach oben zu kommen. Das ist eine sehr gefährliche und sehr gut gecoachte Mannschaft.“ Eine Mannschaft, die sehr diszipliniert und kompakt in der Defensive steht und über gefährliche Formationen im Über- und Unterzahlspiel verfügt.
Chancen und auch Tore
Eigentlich blickt Gross gar nicht so gerne in Richtung des aktuellen Gegners und auch nicht in Richtung Tabelle: „Wir wollen zeigen, wo wir selbst stehen.“ Was er dabei sieht, gefällt ihm aktuell, denn nicht nur die Ergebnisse stimmten zuletzt. Gegen Wolfsburg stand nicht nur die Defensive gut, sondern die Offensive kreierte nicht nur Torchancen (was bereits in den Spielen zuvor funktioniert hatte), sie nutzte sie auch. Allen voran Nico Krämmer und Borna Rendulic, die gegen Wolfsburg jeweils doppelt trafen. Für Torjäger Rendulic waren es die ersten Saisontreffer.
Am Donnerstag müssen sich die beiden Außenstürmer auf einen neuen Center einstellen. Markus Eisenschmid meldete sich nach seiner Corona-Quarantäne und dem Aufbautraining zurück, spielte bei der Übungseinheit am Dienstag zwischen den Goalgettern. Keine ungewohnte Rolle für den 26-Jährigen, auch wenn er im Vorjahr selbst eher über Außen gekommen war: „Ich habe das schon gespielt. Ich muss dafür ein wenig defensiver denken.“
Er freut sich zunächst einmal, dass er nach der Zwangspause – ebenso wie Florian Elias – wieder mit dabei ist. Die Verteidiger Joonas Lehtivuori und Moritz Wirth hatten sich bereits in Wolfsburg wieder zurückgemeldet. Vor allem der Finne war gleich wieder ein entscheidender Faktor in der Mannheimer Defensive, spielte sicher vor dem eigenen Tor und eröffnete mit klugen Zuspielen auch die Offensive. Diese Verantwortung trägt er noch immer, denn Mark Katic und Denis Reul fallen weiter aus.
Wolf: Training ja, Körperkontakt nein
Für David Wolf sieht es schon besser aus. Er stand am Dienstag nach seiner komplizierten Handverletzung aus der vergangenen Play-off-Runde wieder mit im Mannschaftstraining – wenn auch ohne Körperkontakt. „Es gibt Übungen, die er mitmachen kann, andere noch nicht“, beschrieb Gross den Zustand. Auch ohne Wolf haben die Adler zuletzt aber immer besser zusammengefunden.