Handball
Eulen Ludwigshafen bleiben zu Hause sieglos
Es gibt Mannschaften, die liegen einem oder eben nicht. Der HC Erlangen ist ein Team, gegen das die Eulen Ludwigshafen gerne spielen – und auch wieder nicht. Denn die direkten Aufeinandertreffen sind immer eine enge Angelegenheit. In der vergangenen Saison gewann Ludwigshafen in Erlangen noch mit 27:23. In eigener Halle allerdings gehören die Franken nicht unbedingt zu den Lieblingsgegnern der Eulen. Der letzte Heimerfolg liegt nämlich schon über zwei Jahre zurück. Am 3. Juni 2018 verließ Ludwigshafen mit einem 32:29 als Sieger das Spielfeld.
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Des Weltmeisters Handschrift
Auf den nächsten Heimsieg müssen die Ludwigshafener weiter warten. Am Samstagabend verloren die Eulen gegen den HC Erlangen mit 26:30 (13:15). Eine Niederlage, die nicht überrascht. Erlangen hat sich in den vergangenen Jahren zu einer gestandenen Bundesliga-Mannschaft entwickelt. Der Verein baute geschickt und mit Weitsicht eine schlagkräftige Truppe zusammen, die am vergangenen Mittwoch gezeigt hat, was in ihr steckt. Mit 34:25 demontierte der HCE die Überraschungsmannschaft der Stunde, den TVB Stuttgart. Die Handschrift des neuen Erlanger Trainers Michael Haaß – er wurde 2007 mit Deutschland Weltmeister – ist klar zu erkennen.
Schnelle Tore
Am Samstag in Ludwigshafen drängten die Franken auf schnelle Tore. Aus dem Rückraum fielen diese auch – häufig zu einfach. Simon Jeppsson, der vor der Runde von der SG Flensburg-Handewitt kam, traf zu leicht. Zwischenzeitlich setzten sich die Gäste mit einem Vier-Tore-Vorsprung ab. Aber Ludwigshafen ist eine Kampftruppe. Ein Team, das nie aufgibt und immer an die Chance glaubt. Und so kämpften sich die Gastgeber immer wieder heran – auf 9:10 (23.) und 13:14 (28.).
Mängel im Abschluss
Doch die Wende blieb aus. Sie blieb aus, weil Ludwigshafen im Angriff zu viele Fehler unterliefen oder Gelegenheiten wie ein doppeltes Überzahlspiel (50. bis 52.) nicht genutzt wurden. Außerdem haperte es im Abschluss. Da klatschte der Wurf an den Pfosten (fünf Mal in 60 Minuten) oder Erlangens Torhüter Martin Ziemer parierte die ab und an nicht genug platzierten Abschlüsse.
Diese Schludrigkeiten sollten aber nicht passieren, wenn gegen ein Team wie den HC Erlangen gepunktet werden soll. Denn die Zähler hätten die Eulen gut gebrauchen können. Nach einem zwischenzeitlichen Aufwärtstrend mit dem Sieg in Balingen und dem Unentschieden gegen die TSV Hannover-Burgdorf zeigt die Ergebniskurve allerdings wieder nach unten. Der Niederlage beim Abstiegskonkurrenten HSG Nordhorn-Lingen am Mittwoch folgte nun die Klatsche gegen Erlangen.
Gegen Niederlage gestemmt
Zumindest die Leistung der Ludwigshafner stimmte am Samstagabend gegen Erlangen. Das Team stemmte sich gegen die Niederlage, ließ auch die Köpfe nicht hängen, als die Haaß-Sieben mit sechs Toren vorne lag. Doch diese Bürde war zu groß für Ludwigshafen.
„Wir nutzen unsere Großchancen nicht. Das machte den Unterschied. Wir haben in der Abwehr auch keine Mittel gegen Sime Ivic und Simon Jeppsson gefunden. Da fielen die Tore häufig zu einfach“, sagte Dominik Mappes, Spielmacher der Eulen Ludwigshafen.
SO SPIELTEN SIE
Eulen Ludwigshafen: Škof (1.-24., 40.-60.), Tomovski (25. - 40.) - Klein (3), Mappes (1), Valiullin (1) - Durak (2), Scholz (2) - Haider (2) - Dietrich, Remmlinger (4), Klimek (2), Wagner (4), Wernig (3/3), Neuhaus (2), Bührer
HC Erlangen: Ziemer - Ivic (7/1), Fäth (1), Jeppsson (4) - Olsson (5), Bissel (2) - Firnhaber (4) - Schäffer, Büdel, Metzner (1), Kellner (2), Jaeger (2), von Gruchalla (2/2)
Spielfilm: 3:6 (11.), 4:8 (15.), 8:10 (22.), 9:13 (25.), 13:15 (Halbzeit), 15:18 (36.), 17:21 (41.), 17:23 (42.), 21:25 (48.), 23:26 (53.), 25:29 (58.), 25:30 (Ende) - Zeitstrafen: 4:6 - Rote Karte: Schäffer (60., dritte Zeitstrafe) - Siebenmeter: 5/3 - 4/3 - Beste Spieler: Wagner, Remmlinger - Ivic, Ziemer, Olsson - Schiedsrichter: Linker/Schmidt (Recklinghausen/Bochum).