Fussball
Expertenrunde beim DFB-Fan-Club-Treffen: Positiv in die Zukunft
„So viele Leute hatten wir noch nie“, sagte der Sektionsvorsitzende Bubi Toews. Am Ende eines ereignisreichen FCK-Sonntags waren auch die prominenten Gäste Rainer Keßler und Fritz Fuchs sowie der frühere Nationalspieler des 1. FC Kaiserslautern, Marco Haber, nun Leiter der Talentförderung beim Drittligisten 1860 München, ins Weingut Wissing gekommen. „Bubis Veranstaltungen sind die größten“, lobte Robin Kliment, Projektleiter Fan-Clubs beim Deutschen Fußball-Bund.
Bei einer kleinen Interviewrunde streifte Moderator Markus Müller mit seinen Gesprächspartner zunächst die Entwicklung der Nationalmannschaft. Jürgen Kind, im Ehrenrat des 1. FC Kaiserslautern, fand die letzten fünf Jahre mit Bundestrainer a. D. Joachim Löw katastrophal: „Der Wechsel zu Hansi Flick ist okay, ich blicke wieder optimistisch in die Zukunft.“
Ausbildung: Es ging und geht um Werte
Marco Haber hielt sich beim Thema Joachim Löw bewusst zurück, weil er ihn in seiner Stuttgarter Zeit persönlich kennen gelernt hat und als Trainer und Mensch schätzt. „Die Erwartungen bei uns sind sehr hoch, er konnte sie nicht mehr erfüllen“, meinte der 50-jährige Haber. Die Rückholaktion von Thomas Müller und Mats Hummels fand Haber in Ordnung, weil die beiden auch großartige Persönlichkeiten und Führungsspieler seien.
Haber wurde auch zur Ausbildung heute und früher befragt. „Die Ausbildung früher war auch gut, weil es auch da um Werte ging“, meinte Haber. Robin Kliemt vom DFB glaubt an eine Annäherung zwischen Nationalspielern und Fans. Die Spieler hätten während der Corona-Wochen gemerkt, wie wichtig die Unterstützung von außen ist. Der Trainerwechsel von Löw zu Flick habe dem Verband wieder die nötige Ruhe gegeben.
Noch keine Informationen konnte Kliemt den Fans mit Blick auf die Weltmeisterschaft im Spätjahr 2022 in Katar geben. Er geht davon aus, dass dies nach der Gruppenauslosung im April passiert.