FCK
Testspielsieg gegen Sandhausen: Der doppelte Kleinsorge
Es war ein verdienter Sieg der Roten Teufel im Geistertest am Samstag im fast menschenleeren Fritz-Walter-Stadion – einer starken zweiten Halbzeit sei Dank. Hatte der FCK in Durchgang eins nach zunächst gutem Beginn mit dem frühen Pressing des Zweitligisten zu kämpfen, so sah es in den zweiten 45 Minuten anders aus. Ein entscheidender Faktor, betonte auch Sandhausens Trainer Uwe Koschinat nach dem Spiel im Gespräch mit dieser Zeitung, sei die Hereinnahme von Neuzugang Marius Kleinsorge gewesen.
Dominanz der Gäste, aber keine Durchschlagskraft
Das sah auch Koschinat so: „Es waren zwei unterschiedliche Halbzeiten. In der ersten Hälfte haben wir alles auf den Platz gebracht, was uns wichtig ist, eine körperliche Dominanz, nur die Durchschlagskraft hat gefehlt.“ In der zweiten Halbzeit habe dies anders ausgesehen. Koschinat schickt sein Team nach dem Trainingslager in ein Doppeltest-Wochenende. Heute steht noch eine Partie bei Bundesligist SC Freiburg an.
Die erste dicke Möglichkeit der Partie auf dem „Betze“ hatte Sickinger, der nach einer Ecke von Hikmet Ciftci das Leder nicht richtig traf (5.). Die dominanten Gäste wurden selten so gefährlich wie in der 26. Minute, als FCK-Linksverteidiger Adam Hlousek in höchster Not klärte. Ein Schuss von Enrique Peña Zauner stellte FCK-Torwart Avdo Spahic vor keine Probleme (44.). Die Lauterer taten sich im Spiel nach vorne zunächst schwer, kamen aber in der 40. Minute zu einer weiteren Chance – wieder nach einer Standardsituation. Ciftci bediente mit einem Freistoß Bachmann, dessen Schuss das Tor verfehlte.
FCK schaltet nach der Pause gut um
Nach der Pause dann eine FCK-Mannschaft, die den Gästen das Leben schwermachte, gut umschaltete und in der 58. Minute in Führung ging. Sickinger zirkelte einen Freistoß aus 18 Metern wunderbar ins Tor. „Ein bisschen ein Zufallsprodukt“, gestand der Kapitän. Die Mauer sei zu nah am Ball gewesen, dann habe er gesehen, dass der Torwart „gepennt“ habe. Egal: Ein Treffer tut immer gut. „Zumal ich als Innenverteidiger ja nicht so viele Tore schieße.“
Sehr zufrieden war FCK-Trainer Boris Schommers: „Wir wollten ein paar Sachen besser umsetzen als beim Test gegen Wehen Wiesbaden. Auch aus diesem Spiel können wir aber noch ein paar Dinge lernen.“
Kleinsorge: „Haben uns diesmal belohnt“
Früchte getragen hat die durchaus intensive Arbeit der Roten Teufel gegen Sandhausen reichlich, anders als im Spiel beim SVWW. „Es war wieder ein guter Test von uns“, sagte Doppeltorschütze Kleinsorge. „Schön für die ganze Mannschaft, dass wir uns diesmal belohnt haben.“
Nicht im FCK-Kader stand Neuzugang Alexander Winkler, der am Donnerstag am Starnberger See geheiratet hat und von Trainer Boris Schommers noch frei für die Partie bekam.
So spielten sie
1. FC Kaiserslautern: Spahic - Schad (81. Hercher), Kraus, Sickinger, Hlousek - Bachmann - Bakhat (46. Rieder), Ciftci (61. Zuck) - Skarlatidis (61. Starke) - Huth (61. Pourié), Röser (46. Kleinsorge)
SV Sandhausen: Fraisl - Röseler, Kister (78. Paurevic), Zhirov - Klingmann, Ouahim, Linsmayer, Engels, Contento - Bouhaddouz, Peña Zauner (78. Türpitz)
Tore: 1:0 Sickinger (58.), 2:0 Kleinsorge (79.), 3:0 Kleinsorge (80.) - Gelbe Karte: Zhirov - Beste Spieler: Kleinsorge, Bachmann, Sickinger - Kister - Schiedsrichter: Alt (Heusweiler).
