Eishockey RHEINPFALZ Plus Artikel Eishockey: Adler in Verlängerung besiegt

Adler Joonas Lehtivuori ist dem Ingolstadter Mike Collins enteilt.
Adler Joonas Lehtivuori ist dem Ingolstadter Mike Collins enteilt. Foto: PIX

Viel Dominanz, viel Aufwand, aber viel zu wenig Ertrag: Die Mannheimer Adler verlieren auch das dritte Auswärtsspiel in Serie. Trotz zweier hochüberlegener Drittel und vieler Chancen müssen sie sich beim ERC Ingolstadt mit 3:4 (2:1; 1:1; 0:1; 0:1) nach Verlängerung geschlagen geben. Es ist erneut eine völlig unnötige Niederlage.

Adler-Trainer Pavel Gross fand vor der Partie deutliche Worte zum Ausfall von Sturmtank David Wolf, der im Spiel in Schwenningen von Rauhbein Mark Fraser kurz vor dem Ende absichtlich böse gefoult wurde, was von den Schiedsrichtern allerdings nicht geahndet und von der DEL nachträglich mit nur zwei Spielen Sperre bestraft wurde. Im Interview monierte Gross, dass solche Fouls auch mal zehn Spiele Sperre zur Folge haben sollten, damit diese Aktionen gegen den Kopf endlich aufhörten.

Ansonsten versuchten die Adler – wieder mit Dennis Endras im Tor – von Beginn an, die indiskutable Leistung der 1:2-Niederlage im Schwarzwald 48 Stunden zuvor vergessen zu machen. Keine Frage, die Mannheimer spielten engagiert und konzentriert, waren das klar dominierende Team, aber wie schon so oft in dieser Saison kam vorne viel zu wenig dabei heraus. Hochverdient war die 2:1-Führung, die aber erst durch einen von Krämmer abgefälschten Billins-Schuss 15 Sekunden vor Ende der Pause zustande kam. Zuvor hatten Huhtala (Abpraller nach Desjardins-Schuss) und auf der Gegenseite Elsner (nach Fehlpass Katic) getroffen.

Wehe dem, der seine Chancen nicht nutzt

Nach der Pause das gleiche Spiel, doch Rendulic traf in Überzahl nur der Pfosten (25.). Und wehe dem, der seine Chancen nicht nutzt: Bereits in Unterzahl leistete sich Routinier Andrew Desjardins eine weitere unnötige Strafe – Edwards sagte in doppelter Überzahl mit dem 2:2 Danke. Doch Andrew Desjardins wäre nicht Andrew Desjardins, ließe er so einen Fauxpas auf sich sitzen: Einen Friesen-Fehlpass verwertete er kurz vor Ende des Mittelabschnitts zur abermals verdienten Führung.

Adler-Stürmer Plachta war sprachlos

Nach zwei sehr dominanten Dritteln war der letzte Abschnitt dann eine spannende, weil ausgeglichene Sache: Ben Smith vergab sogar einen Penalty-Schuss (49.) für die Adler. Und als die Mannheimer auf die Entscheidung drängten, Björn Krupp diese auf-gerückt auf der Kelle hatte, schlug Ingolstadt im direkten Gegenzug zu: Den Konter schloss Jerry d´Amigo zum Ausgleich ab. Doch damit nicht genug: 12 Sekunden waren in der Verlängerung gespielt, da sorgte Collins für den überraschenden Sieg der Gastgeber.

„Das ist bitter. Wir hatten viel Überzahl, haben aber keine Tore geschossen. Mir fehlen die Worte“, analysierte Adler-Stürmer Matthias Plachta nach der Partie.

So spielten Sie

EHC Ingolstadt: Reimer – Wagner, Koistinen; Edwards, Sullivan; Friesen, Jobke; Schütz – Detsch, Bailey, Mashinter; Simpson, Olson, Collins; Foucault, Wohlgemuth, Elsner; D’Amigo, Olver, Höfflin

Adler Mannheim: Endras – Reul, Akdag; Billins, Lehtivuori; Larkin, Katic; Krupp - Huhtala, Smith, Soramies; Rendulic, Järvinen, Krämmer; Plachta, Desjardins, Hungerecker; Lampl, Raedeke, Preto

Tore: 0:1 Huhtala (Desjardins) 10:44, 1:1 Elsner (Sullivan) 13:43, 1:2 Krämmer (Billins) 19:45, 2:2 Edwards (Foucault) 31:55, 2:3 Desjardins 38:04, 3:3 d´Amigo (Foucault) 57:48, 4:3 Collins (Simpson) 60:12 – Strafminuten: 10 – 10 – Beste Spieler: Reimer, Olver – Smith, Krämmer – Zuschauer: 4815 – Schiedsrichter: Schukies / Rohatsch (Herne/ Lindau).

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