Jahresrückblick RHEINPFALZ Plus Artikel Die besten Zitate 2022: „Hansi Flick? Was ist das?“

Das Vorrundenaus der deutschen Mannschaft bei der WM in Katar wurde im dritten Gruppenspiel gegen Costa Rica besiegelt. Bundestr
Das Vorrundenaus der deutschen Mannschaft bei der WM in Katar wurde im dritten Gruppenspiel gegen Costa Rica besiegelt. Bundestrainer Hansi Flick konnte da nicht immer hinsehen. Der beim VfL Bochum unter Vertrag stehende japanische Nationalspieler Takuma Asano fand für das Aus von Flicks Elf ganz eigene Worte.

Was wäre das Sportjahr ohne die Sprüche der Athleten, Trainer und Funktionäre. Sätze zum Lachen waren dabei, zum Grübeln, zum Fremdschämen – und so manche Aussagen für die Ewigkeit.

„Ich bin froh, dass das Mikro keinen Saft mehr hatte.“

Ehrenpräsident Uli Hoeneß zu seinem wortlosen Rückzug vom Rednerpult bei der am Streitthema Katar eskalierten Mitgliederversammlung des FC Bayern München.

„Er hat gegengepresst wie ein Schwein.“

Der damalige RB-Leipzig-Trainer Domenico Tedesco über Kevin Kampl.

„Von uns wird erwartet, das zu boykottieren – und das von Leuten, die nicht auf ihr Smartphone oder ihre Sneaker verzichten wollen.“

Eishockey-Nationalspieler Moritz Müller zu Forderungen nach einem Boykott der Olympischen Winterspiele.

„Ich laufe immer noch 400 Meter im Kreis.“

Die deutsche Eisschnellläuferin Claudia Pechstein auf die Frage, was sich im Vergleich zu ihrer ersten Olympia-Teilnahme 1992 in Albertville am meisten verändert habe.

„Das hat der Norbert auf den Punkt richtig gesagt: Wir brauchen Eier, wir müssen uns da ruhig halten und die Kiste einfach ballern lassen, dann geht es.“

Der viermalige Rodel-Olympiasieger Tobias Wendl über den Rat von Cheftrainer Norbert Loch.

„Eigentlich wollten wir das nicht sagen. Aber wir veranstalten ein Poker-Turnier und hoffen, dass er mit dabei ist. Das wäre unsere Überlegung, wie wir ihn stoppen können.“

Eintracht Frankfurts Fußball-Trainer Oliver Glasner auf die Frage, wie seine Mannschaft Stürmer Max Kruse stoppen will.

„Ich kann die Welt nicht sehen. Aber ich möchte, dass die Welt mich sieht.“

Die sehbehinderte chinesische Para-Biathletin und -Langläuferin Yue Wang über ihren Antrieb im Behindertensport.

„Wenn du mit T-Shirt und Jogginghose zum Frühstück bist, kamen dir Nonnen entgegen und haben gegrüßt. Das Licht im Fahrstuhl war so hell, ich habe immer gedacht: Jetzt kommt die Erleuchtung.“

Snowboarder Christian Schmiedt am 10. März zur Vorbereitung in einem Kloster.

„Ich habe so viel Energie in meinem alten Kadaver, dass ich nur noch rauswill. Dass ich das jetzt nicht kann, ärgert mich ungemein.“

Schalkes damaliger Fußball-Trainer Mike Büskens angesichts seiner aktuellen Corona-Quarantäne.

„Diesen Nachnamen im Rennsport zu haben ist, wie im normalen Leben Adeliger zu sein. Du trägst diesen Nachnamen und musst zeigen, dass du seiner würdig bist.“

Haas-Teamchef Günther Steiner über seinen deutschen Formel-1-Piloten Mick Schumacher.

Hansi Flick? Was ist das?“

VfL Bochums Takuma Asano über den deutschen Fußball-Bundestrainer, auf den er mit Japan bei der WM traf.

Steffen Baumgart
Steffen Baumgart

„Aber wie gesagt, Holzfuß bleibt Holzfuß.“

Kölns Trainer Steffen Baumgart über Luca Kilian, als dieser sein erstes Bundesligator erzielte.

„Der kleine Dicke ist noch einigermaßen fit im Sprint. Mein Jubel war zu 99 Prozent Leidenschaft und ein Prozent Erotik.“

Sportdirektor Sven Mislintat nach dem erreichten Klassenerhalt des VfB Stuttgart.

„Ein Europapokal-Sieg ist tausendmal besser als Sex. Weil diese Pokale gibt es verdammt selten.“

Der Präsident von Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt, Peter Fischer.

Toni Kroos.
Toni Kroos.

„Du hattest 90 Minuten, dir vernünftige Fragen zu überlegen, und dann stellst du mir zwei so Scheißfragen.“

Toni Kroos im ZDF-Interview nach dem Champions-League-Sieg von Real Madrid.

„Ed Sheeran hat etwas geschafft, was ich selten gesehen habe: Dass die Leute nach einem Event auf Schalke glücklich nach Hause gegangen sind aus dem Stadion.“

Ex-Nationalspieler Toni Kroos in seinem Podcast.

„Ich schäme mich tatsächlich dafür. Das, was meine Eltern in drei Jahren verdient haben, habe ich in einem Monat verdient.“

Neven Subotic, Ex-Fußballprofi.

„Ich kam mit der Erwartung Top Ten und jetzt habe ich die besten Fahrer der Welt geschlagen. Ich bin doch nur ein Bauernsohn aus Belgien.“

Der belgische Radprofi Yves Lampaert nach seinem Sieg im Zeitfahren zum Auftakt der 109. Tour de France in Kopenhagen.

„Wir Fußballerinnen sollten ab der 2. Liga so gut verdienen, dass niemand mehr nebenbei arbeiten gehen muss.“

Nationalspielerin Lina Magull über Mindestlohn im Frauenfußball.

„Ich hatte im Krankenwagen auch die Begleitung der Dopingkontrolle dabei. Nachdem wir fertig genäht hatten, konnte ich die Dopingkontrolle auch fertig machen.“

Nach dem EM-Sieg über 100 Meter musste Sprinterin Gina Lückenkemper wegen einer Wunde ins Krankenhaus.

Julian Nagelsmann
Julian Nagelsmann

„Ich glaube, man muss sich Cristiano Ronaldo auch leisten können. Ich glaube nicht, dass er für einen Apfel und ein Ei aufdribbelt.“

Bayern-Trainer Julian Nagelsmann zum portugiesischen Topstar Cristiano Ronaldo.

„Fußball, Fußball, Fußball, essen, schlafen, Fußball, Fußball, Fußball – es gibt Schlimmeres für mich.“

Trainer Christian Streich vom SC Freiburg über die bevorstehenden Englischen Wochen.

Gianni Infantino
Gianni Infantino

„Heute fühle ich sehr starke Gefühle, heute fühle ich mich als Katarer, heute fühle ich mich als Araber, heute fühle ich mich afrikanisch. Heute fühle ich mich homosexuell. Heute fühle ich mich behindert, heute fühle ich mich als Arbeitsmigrant.“

FIFA-Präsident Gianni Infantino vor der Eröffnung der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar.

„Es ist, als ob man einen neuen Ferrari kauft und mit 100 gegen die Wand fährt.“

RB Leipzigs Neuzugang Xaver Schlager zu seinem ersten Champions-League-Spiel, das mit 1:4 gegen Schachtjor Donezk verloren gegangen war.

„Für mich war der Kramer heute bei Mönchengladbach, was der Müller bei Bayern München ist – ein Freigeist.“

Sky-Experte Lothar Matthäus vergleicht Kramer am 17. September nach dem 3:0 gegen RB Leipzig mit Nationalspieler Thomas Müller.

„Wenn ich Hansi ärgern will, nenne ich ihn Hans-Dieter.“

DFB-Direktor Oliver Bierhoff zu Hansi Flick, der förmliche Anreden und Titel wie Bundestrainer nicht so gerne mag.

„Es war anstrengend. 60 Minuten habe ich lange nicht mehr gespielt.“

Fußball-Profi Max Kruse nach seinem Einsatz beim Abschiedsspiel von Claudio Pizarro.

„Bei Hausaufgaben bin ich ein bisschen skeptisch, das weiß ich von meiner Tochter.“

RB-Trainer Marco Rose auf die Frage, ob er mit seinen Profis die Videoanalysen lieber im Team abhält oder die Sachen als Hausaufgaben persönlich mitgibt.

„Wir haben in der Breite nicht den breitesten Kader.“

Christoph Kramer zu den Personalproblemen von Borussia Mönchengladbach.

„Früher gab es mal ein Durchrotieren bei den Bayern nach der Champions League. Heute war ihr gesamtes Tafelsilber auf dem Platz.“

Der Mainzer Sportdirektor Martin Schmidt am 29. Oktober nach dem heftigen 2:6 in München.

„Die Dinge liefen nicht so gut im Casino, deshalb habe ich keine so guten Erinnerungen.“

Red-Bull-Pilot Sergio Perez über seine Teilnahme an einem Formel-1-Werbeevent in Las Vegas, wo 2023 erstmals gefahren wird.

„Deutschland ist eigentlich das klassische Land der Mittelstürmer – von Uwe Seeler über Gerd Müller und Rudi Völler. Ich sage einfach mal diese drei Namen. Dass wir da nicht mehr diese Auswahl haben, ist schlecht.“

DFL-Aufsichtsratschef Hans-Joachim Watzke in Neu-Isenburg zur Bedeutung der Nachwuchsarbeit und Talentförderung im deutschen Fußball nach dem WM-Vorrunden-Aus der Nationalmannschaft in Katar.

„Peace, Peace, Peace – All we need.“

Der russische Tennisprofi Andrej Rubljow zum Angriffskrieg in der Ukraine.

„Trainer, stell mich auf. Ich bin spielbereit.“

US-Präsident Joe Biden zu Beginn eines Anrufs vor dem WM-Auftaktspiel gegen Wales.

„Die Leute denken wohl, der lebt nimmer lang. Aber ich versuche, euch noch eine Weile erhalten zu bleiben.“

Fußball-Ikone Franz Beckenbauer im Interview des Magazins „Bunte“ zu seiner Autogramm-Post, die aktuell reichlich bei ihm eintreffe.

„Fußball ist ein einfaches Spiel. 22 Männer jagen 90 Minuten einen Ball und am Ende gewinnen immer die Deutschen. Wenn sie es durch die Gruppenphase schaffen.“

Englands Fußball-Legende Gary Lineker, der seinen berühmten Spruch um einen weiteren Satz ergänzt hat.

„Ich hoffe, dass ihr Deutschen unseren Weg nicht nachmacht und nun 36 Jahre warten müsst, bis ihr wieder eine Gruppenphase übersteht.“

Polens Trainer Czeslaw Michniewicz nach dem 1:3 im WM-Achtelfinale gegen Frankreich zu einem deutschen Journalisten.

„Ich würde alle Schützen noch einmal so auswählen. Den Einzigen, den ich wechseln würde, wäre Bono, den Torwart des Gegners.“

Luis Enrique, Trainer der spanischen Nationalmannschaft, nach der 0:3-Niederlage im Elfmeterschießen gegen Marokko.

„Schauen Sie jetzt auf unser Verhältnis. Wir küssen uns. Aber nicht auf den Mund. Das mag er nicht. Das ist in Ordnung für mich.“

Ex-Bondscoach Louis van Gaal über Memphis Depay, der unter ihm bei Manchester United einst auf der Bank saß und nun in der Nationalelf ein Schlüsselspieler ist.

Karl Lauterbach (rechts)
Karl Lauterbach (rechts)

„Sport ist das beste Medikament, das wir je erfunden haben.“

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach beim Bewegungsgipfel in Berlin.

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