Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Das Totalversagen des FK Pirmasens

Enttäuschend: Marc Ehrhart (in Blau in der Bildmitte), der eine Riesenchance vergab, und Teamkollege Nico Wiltz (rechts) brachte
Enttäuschend: Marc Ehrhart (in Blau in der Bildmitte), der eine Riesenchance vergab, und Teamkollege Nico Wiltz (rechts) brachten nichts zustande.

Gut möglich, dass der FK Pirmasens mit Sommerfußball an einem herrlichen Frühlingssamstag die Oberliga-Meisterschaft verspielt hat.

Der Tabellenführer verlor sein fünftletztes Saisonspiel leistungsgerecht mit 0:2 (0:2) bei Hertha Wiesbach und wird auf Platz zwei zurückfallen, wenn der aktuell punktgleiche 1. FC Kaiserslautern II am Sonntag in Mainz-Gonsenheim zumindest ein Unentschieden erreicht. „Unsere Leistungsträger haben auf der ganzen Linie versagt“, konstatierte FKP-Trainer Daniel Paulus und nahm da „mit Abstrichen“ nur die Verteidiger Yannick Grieß und Michael Müller aus. Seine Mannschaft habe „von der zehnten bis zur 45. Minute jegliche Gegenwehr vermissen lassen“.

Das Unheil nahm im Grunde schon beim Abschlusstraining am Freitagabend seinen Lauf. Mike Andreas, als Sechser eine Säule des Pirmasenser Spiels, musste krankheitsbedingt abbrechen. Am Samstagmorgen meldete sich dann ein weiterer Mittelfeld-Stammspieler, Luca Eichhorn, bei den ohnehin schon seit Wochen personell arg dezimierten Pirmasensern krank. Der nicht ganz fitte Dennis Krob rückte so in die Startelf.

Nur zehn Minuten gut

Nur in den ersten zehn Minuten agierte „die Klub“ auf dem Kunstrasen des Pro-Win-Stadions wie ein Spitzenreiter. Marc Ehrhart vergab die Riesenchance zur Führung. Von Wiesbachs Doppelschlag – erst köpfte Lucas Bidot in der 38. Minute das 1:0, dann schloss Yannik Haupts einen Konter zum 2:0 ab (40.) – erholte sich der in allen Belangen enttäuschende Spitzenreiter nicht.

In der Spitze machten Krob und Ehrhart weite Bälle nicht fest, dahinter machte Nico Wiltz gegen seinen Ex-Verein ein ganz schwaches Spiel. Auf der linken Seite gelang Luka Dimitrijevic ebenso wie Eliakim Kukanda auf der rechten Seite gar nichts. Es war kein Aufbäumen nach dem Rückstand spürbar. In den Zweikämpfen waren die Saarländer bissiger und damit erfolgreicher. Torhüter Benjamin Reitz verhinderte mit einer Glanzparade gegen Alexio Brauer das dritte Gegentor (82.) gegen die zweitbeste Heimmannschaft der Liga.

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Gehörte erstmals seit seinem Kreuzbandriss Ende August 2025 wieder zum FKP-Spieltagskader: Manuel Grünnagel, hier bei Passübunge
Gehörte erstmals seit seinem Kreuzbandriss Ende August 2025 wieder zum FKP-Spieltagskader: Manuel Grünnagel, hier bei Passübungen in der Halbzeitpause.
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