Rheinland-Pfalz
Zur Sache: So reagieren andere Pfälzer Städte auf die Kostensteigerung bei Leihfahrrad-Angebot
Seit März 2015 gibt es das Nextbike-Angebot in Ludwigshafen. Dort seien die Erfahrungen „deutlich besser als die, über die aktuell in Speyer berichtet wird“, sagte am Freitag Stadtsprecherin Ulrike Heinrich. So seien die Ausleihzahlen deutlich gestiegen. Im dritten Quartal 2019 waren es 8537 Ausleihen, im dritten Quartal des Startjahres 2015 dagegen lediglich 994 Räder, die ausgeliehen wurden. Auch von Ludwigshafen wollen Verkehrsverbund (VRN) und Nextbike einen höheren Zuschuss, die jährlichen Zuzahlungen der Stadt sollen von 35.000 auf 42.000 Euro steigen. Dieses Angebot enthalte auch fest definierte Serviceangebote, die die Verfügbarkeit der Räder und Kontrollintervalle betreffen, sagte Heinrich. Angesicht der anstehenden Großbaumaßnahmen in Ludwigshafen habe sich der Bauausschuss der Stadt bereits für eine Verlängerung des Mietradsystems ausgesprochen.
In Frankenthal ist dagegen noch keine Entscheidung gefallen. Eine Stadtsprecherin bestätigte jedoch, dass der VRN eine neue Finanzierungsvereinbarung vorgelegt habe. In Frankenthal gibt es das Angebot erst seit Februar.
In Kaiserslautern sind seit Juni 2017 beim VRN und seinem Kooperationspartner Nextbike Fahrräder ausleihbar. Vertragspartner dort sind die Stadtwerke (SWK). Wie man sich in Kaiserslautern zu den neuen Konditionen positioniert, blieb am Freitag unklar. „Es gab wohl schon Gespräche, aber mehr auch nicht“, sagte SWK-Sprecher Hans-Peter Frey.
Der VRN bestätigte am Freitag, dass alle beteiligten Städte über die neuen Bedingungen informiert wurden. Keine Angaben machte VRN-Sprecher Thiemann dazu, wie hoch die Zuschussforderungen im einzelnen sind.