Rheinland-Pfalz Zur Sache: Rheinland-Pfalz liegt in Digitalstudie vorne

Eine gute Ausstattung, aber seltene Nutzung; ein technischer Support, aber zurückgehende Kompetenzen bei den Schülern: Alles in allem schneiden rheinland-pfälzische Schulen beim Thema Digitalisierung im landesweiten Vergleich gut ab. Das hat eine Studie im Auftrag der Deutschen Telekom Stiftung kürzlich ergeben. Rund 1200 Lehrer der Sekundarstufe I an allgemeinbildenden Schulen hat das Institut für Schulentwicklungsforschung an der TU Dortmund dafür bundesweit befragt. Schwerpunkte waren unter anderem Fragen zur technischen Ausstattung der Schulen, zur Nutzung digitaler Medien im Unterricht und der Medienkompetenz der Lehrkräfte. Festgehalten wurden die Ergebnisse in der Studie „Schule digital – der Länderindikator 2017“. Demnach schnitt Rheinland-Pfalz, neben den Bundesländern Hessen und Bayern, besonders gut ab. Bei der technischen Ausstattung sowie dem technischen Support punktet Rheinland-Pfalz nach Aussage der befragten Lehrer und landet im Ländervergleich unter den Top Vier. Zwar gibt es an vielen Schulen ein Medienkonzept, regelmäßig zum Einsatz kommen die digitalen Medien aber nur laut 39 Prozent der befragten Rheinland-Pfälzer – nur Lehrer aus Bremen und Sachsen nutzen die digitalen Medien im Unterricht noch seltener. Ähnlich sieht es bei der Förderung der Computerkenntnisse der Schüler aus. Nur etwa die Hälfte der befragten Lehrer aus Rheinland-Pfalz gab an, mit den Schülern beispielsweise das Navigieren im Internet zu üben. Auch das Verifizieren von Informationen aus dem Netz wird – bundesweit allerdings – immer seltener im Unterricht thematisiert. Nur noch knapp 70 Prozent aller befragten Lehrer gaben an, dies zu üben – ein Minus von neun Prozent im Vergleich zum Jahr 2015. In puncto Medienkompetenz der Lehrkräfte liegt Rheinland-Pfalz laut der Studie weit vorne: Knapp 81 Prozent der Befragten trauten sich zu, Unterrichtsinhalte mit passenden digitalen Medien zu vermitteln. Zusammen mit den Lehrern aus Hessen, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen landeten die Rheinland-Pfälzer damit unter den ersten vier Plätzen im Ländervergleich.
