Rheinland-Pfalz Zur Sache: Biosphärenhaus

Die Zukunft des Biosphärenhauses hängt nicht zuletzt an einem Baugutachten, das derzeit von einem Pirmasenser Architekten erstellt wird. Fischbachs Bürgermeister Michael Schreiber hatte bereits für Dezember mit dem Gutachten gerechnet. Es wird aber wohl Ende Januar werden. In dem Gutachten sollen der bauliche Zustand des immerhin schon 18 Jahre alten Gebäudes beleuchtet und eventuelle Kosten für die Sanierung errechnet werden. Die künftigen Partner in einem noch zu beschließenden Trägermodell wollen wissen, was in der Richtung auf sie zukommt. Und das Gutachten wird für das Finanzkonzept, den Businessplan, benötigt. Die Eckpunkte für den Businessplan seien schon aufgestellt worden, erzählt Schreiber und Dahns Verbandsbürgermeister Michael Zwick bestätigt, dass es einen Entwurf gebe, der nur noch auf die Daten aus dem Baugutachten warte. „Es ist essentiell wichtig zu wissen, was da auf uns zukommen könnte“, nennt auch Zwick das Gutachten als Grundlage für weitere Gespräche. Ähnlich sieht es die südwestpfälzische Landrätin Susanne Ganster, die betont, dass sie nach wie vor voll hinter dem Kreistagsbeschluss stehe, wonach die Zukunft des Hauses mit einem Trägermodell unter Beteiligung des Kreises gesichert werden soll. Neben dem Businessplan sei aber auch essentiell, dass die derzeit auf dem Haus lastenden Schulden von rund zwei Millionen Euro nicht vom Kreis übernommen werden könnten, wie Ganster weiter betont. „Da haben wir noch keine Lösung“, räumt Ortsbürgermeister Schreiber ein. Die Schulden müsse die Ortsgemeinde wohl übernehmen. Im Gespräch sei hier ein längerfristiges Darlehen. „Da sind wir dran“, so Schreiber, der um Geduld bittet. „Das kann man alles nicht einfach über das Knie brechen.“ Im März werde auf jeden Fall wieder das Haus eröffnen und die Planungen für die nächste Saison seien von der Gemeinde wieder auf den Weg gebracht worden. Aktuell ist das Biosphärenhaus in der üblichen Winterpause.
