Rheinland-Pfalz „Waldhof“-Havarie: Gericht will Klage offenbar abweisen

Placeholder-Image

«Köln/St. Goarshausen.» Die schwere Havarie des Säuretankers „Waldhof“ vor sieben Jahren auf dem Rhein in der Nähe der Loreley ist offenbar nur von diesem allein verursacht worden. Das Oberlandesgericht Köln traf gestern zwar noch keine endgültige Entscheidung, machte aber deutlich, dass es keine Mitschuld der Besatzung des entgegenkommenden Schiffs „Akropolis“ erkennen kann. Bei der Havarie waren zwei Besatzungsmitglieder der „Waldhof“ ums Leben gekommen. Der Tanker war nach Angaben des Gerichts überladen und dadurch instabil. Die „Waldhof“-Reederei hatte gleichwohl die Reederei der „Akropolis“auf 1,5 Millionen Euro Entschädigung verklagt. Schon das Amtsgericht St. Goar hatte in erster Instanz diese Forderung zurückgewiesen. Die mit 2400 Tonnen Schwefelsäure beladene „Waldhof“ war in der Nacht zum 13. Januar 2011 auf dem Mittelrhein nahe der Loreley gekentert. Danach war der Rhein 32 Tage lang gesperrt. Die Entscheidung in dem Fall wird am 20. März verkündet.

x