Rheinland-Pfalz Viele Einwände gegen Hunsrück-Bahn zum Hahn

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«Mainz.»«» Wann die geplante Hunsrück-Bahn zum Flughafen Hahn in Betrieb gehen kann, ist noch völlig offen. Denn laut Verkehrsministerium sind gegen das schon lange geplante Vorhaben viele Einwände eingegangen.

Eine Sprecherin des Mainzer Verkehrsministeriums sagt: „Aufgrund der Vielzahl von Einwendungen dauert das Planfeststellungsverfahren deutlich länger als ursprünglich angenommen.“ Dem Eisenbahn-Bundesamt lägen rund 840 Einwendungen vor. Sie müssten für einen rechtssicheren Planfeststellungsbeschluss abgearbeitet werden. Klagen gegen das Vorhaben wären trotzdem möglich, sie könnten weitere Verzögerungen bringen. Die reine Bauzeit für die Reaktivierung der Bahnstrecke – sie war 2003 aus Sicherheitsgründen gesperrt worden – würde nach früheren Angaben gut drei Jahre betragen. Eine Online-Petition der Eisenbahn-Aktivistin Sandra Jasper mit bis Freitag rund 1000 Unterschriften soll dem Vorhaben Auftrieb geben. Jasper fordert: „Wenn nicht 2018, dann muss sich 2019 endlich was bewegen. Selbst wenn es bloß ein klares Ja oder Nein ist.“ Es gibt allerdings auch eine Interessengemeinschaft, die sich gegen das Projekt richtet. Sie warnt vor nächtlichem Lärm, Unfallrisiken und Unwirtschaftlichkeit. Laut Verkehrsministerium waren einst Gesamtkosten von 130 Millionen Euro veranschlagt. Sie dürften sich angesichts der allgemeinen Teuerung erhöhen. Der Bund der Steuerzahler forderte schon 2016 den Stopp des „unsinnigen Projekts“. Der defizitäre Flughafen Hahn steigert zwar sein Frachtgeschäft, verliert aber Passagiere. Laut Ministerium sollen mit der Bahn aber auch Hunsrück-Gemeinden und das Rhein-Main-Gebiet verbunden werden.

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