Rheinland-Pfalz Unwetter: Warnung vor Waldspaziergängen

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«Rhein-Pfalz-Kreis.» Der Wald ist tabu. Durch den starken Gewittersturm in der Nacht zum Sonntag sollen Bereiche bei Böhl-Iggelheim, Schifferstadt und Waldsee gemieden werden. Die Astbruchgefahr ist zu hoch. Nach dem schweren Unwetter laufen nicht nur in den Wäldern die Aufräumarbeiten. Denn zahlreiche Dächer wurden abgedeckt – darunter auch das des Schifferstadter Gymnasiums.

Eine Rekonstruktion dessen, was die Bewohner von Iggelheim, Schifferstadt und Waldsee Sonntag ab 0.30 Uhr erlebt haben, kann der Deutsche Wetterdienst nicht geben. Eine Gewitterfront sei kurz, aber heftig über die Vorderpfalz bis Baden-Baden gezogen. In Mannheim wurde eine Windgeschwindigkeit von 58 Kilometern pro Stunde gemessen. Das sei „nicht viel“, sagt Meteorologe Martin Jonas. Aber die Bilder aus dem südlichen Rhein-Pfalz-Kreis lassen darauf schließen, dass der Sturm mit weitaus mehr Geschwindigkeit durch die Orte gepeitscht sein muss. Vor allem in den Wäldern ist Vorsicht geboten. Bereiche sind großräumig gesperrt. Noch liegen Bäume herum und können Wege versperren. Zudem besteht die Gefahr, dass Äste brechen und herabfallen. In Iggelheim etwa können die Aufräumarbeiten noch bis Ende der Woche dauern. Und auch das Forstamt Pfälzer Rheinauen rät, die Wälder nicht zu betreten. Umgeknickte Bäume sind am Schifferstadter Gymnasium nicht das größte Problem. Teile des Dachblechs wurden durch den Sturm abgerissen. Wasser drang ins Gebäude ein. Ein Gutachter muss nun klären, wie die Dachteile abgetragen werden. Bis Schulbeginn wird der Schaden zwar nicht behoben sein, aber Landrat Clemens Körner (CDU) ist zuversichtlich, dass der Schulbetrieb in drei Wochen ganz normal starten kann. Für die nicht nutzbaren Klassenräume soll bis dahin Ersatz gefunden sein.

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