Rheinland-Pfalz Trockenheit auch bitter für Zuckerrübenanbauer

Kein solcher Ernteertrag wie erhofft: Auch die Zuckerrüben haben letztlich unter dem Fehlen von Niederschlägen gelitten.
Kein solcher Ernteertrag wie erhofft: Auch die Zuckerrüben haben letztlich unter dem Fehlen von Niederschlägen gelitten.

«WORMS/NEU-OFFSTEIN.»Die lang lang anhaltenden Trockenheit in diesem Jahr hat auch im Zuckerrübenanbau zu Einbußen geführt: In der laufenden Kampagne, die Mitte September gestartet wurde, mussten bei den Erntemengen-Erwartungen etliche Abstriche gemacht werden.

Derzeit werde mit einer „insgesamt weit unterdurchschnittlichen Ertragsmenge“ gerechnet, sagte Christine Wendel vom Verband der Hessisch-Pfälzischen Zuckerrübenanbauer in Worms auf Anfrage. Momentan gehe man von einem durchschnittlichen Ertrag von nur 63 Tonnen pro Hektar aus. Beim Kampagnenbeginn am 17. September war noch mit im Schnitt 70 Tonnen pro Hektar gerechnet worden – und somit aber auch schon mit wesentlich weniger als in den beiden vergangenen Jahren, in denen der Mittelwert bei über 81 Tonnen beziehungsweise fast 86 Tonnen lang. „Wir haben noch lange gedacht, es könnte doch noch eine gute Ernte geben – in der Hoffnung auf Regenfälle im Spätsommer“, sagte Wendel, die Assistentin der Geschäftsleitung ist. Denn die Rüben hätten ihre Entwicklung mit „guter Winterfeuchtigkeit“ gestartet. Im Sommer hätten sich die Bestände noch vielversprechend präsentiert. Doch dann habe leider der „Anschlussregen“ gefehlt. Allerdings gebe es eine extreme Spannbreite bei den regional sehr unterschiedlichen Ernteerträgen: Sie reiche von nur etwa zehn Tonnen pro Hektar in manchen Schlägen bis zu 80, 90 Tonnen dort, wo beregnet werden kann. Zu bedenken gab die Fachfrau dabei jedoch den hohen Aufwand für die Bewässerung. Erfreulich ist zwar für die Landwirte der mit knapp über 19 Prozent überdurchschnittlich hohe Zuckergehalt der Rüben. Doch könne dies nicht die Mindermengen ausgleichen, erklärte Wendel. Nicht so gut für die Zuckerrüben seien auch die bis weit in den Herbst hinein hohen Temperaturen gewesen. Die trockene Witterung habe außerdem Schädlingsbefall begünstigt. So sei häufig die Rübenmotte aufgetreten. Die Kampagne – während der die gerodeten Rüben in der Zuckerfabrik in Neuoffstein angeliefert und verarbeitet werden – wird laut Wendel wahrscheinlich schon in der Woche vor Weihnachten enden und somit früher als in den Vorjahren.

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