Rheinland-Pfalz RHEINPFALZ Plus Artikel Rheinland-Pfalz: Coronavirus breitet sich schneller aus

Das Coronavirus
Das Coronavirus Foto: Imago Images

Das Tempo, mit dem sich das Coronavirus in Rheinland-Pfalz ausbreitet, hat am Dienstag zugelegt: Die Anzahl der bekannt gewordenen Rheinland-Pfälzer, die sich infiziert haben, ist auf 1480 Patienten angestiegen, teilte das Mainzer Gesundheitsministerium mit. Das sind 195 Kranke mehr als am Montag.

Von Sonntag auf Montag war in Rheinland-Pfalz „nur“ ein Plus von 136 Infizierten verzeichnet worden. Deutlich fällt die Zunahme im Rhein-Pfalz-Kreis aus: Dort schnellte die Anzahl der Infizierten von neun auf 34 hoch. Die höchsten Fallzahlen weist in der Pfalz der Kreis Bad Dürkheim mit nun 109 (Montag: 94) Corona-Patienten auf. Bei den Städten liegen Ludwigshafen und Kaiserslautern mit jeweils 25 (nach 17 beziehungsweise 21) Fällen vorne.

Insgesamt erhöhte sich in der Pfalz am Dienstag bis 11 Uhr die Anzahl der bekannt gewordenen Corona-Fälle auf 408 (Montag: 334) Personen. Landesweit verzeichnet Mainz unter den Städten mit 90 Infizierten die höchste Anzahl, bei den Landkreisen liegt Mayen-Koblenz mit 159 (Montag: 151) Patienten an der Spitze.

Altenheim-Bewohner nicht infiziert

Der Bewohner des Neustadter GDA-Altenheims, der mit Corona-ähnlichen Symptomen ins Krankenhaus Hetzelstift eingeliefert worden war und dort am Montag gestorben ist, war nicht infiziert. Das hat das Krankenhaus auf Nachfrage mitgeteilt. Ein tatsächlich infizierter GDA-Bewohner war einen Tag zuvor im Hetzelstift gestorben. Im Corona-Notkrankenhaus der Stadt, das am Dienstag bei den Diakonissen in Lachen-Speyerdorf in Betrieb gegangen war, ist es am ersten Tag ruhig geblieben, Patienten mussten nicht aufgenommen werden.

Corona-Verordnung im Internet

Unter www.corona.rlp.de ist im Internet die aktuelle (dritte) Verordnung der Mainzer Landesregierung zur Corona-Bekämpfung veröffentlicht. Wichtigste Neuerung: Wer außerhalb seines Grundstückes nach draußen gehen möchte, darf sich nur von einer einzigen Person begleiten lassen. Es sei denn, es handelt sich um Mitbewohner, dann dürfen es auch mehrere Begleiter sein. Darüber hinaus wird angeordnet, dass die eigenen Corona-Verfügungen, die am Freitag zehn pfälzische Landkreise und kreisfreien Städte in der Pfalz erlassen haben, „durch diese Verordnung ersetzt und zurückzunehmen“ sind.

Vier Abiprüfungen verschoben

Bei den Abiturprüfungen in Rheinland-Pfalz ist es trotz der vielfältigen Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie laut Landesregierung zu keinen Problemen gekommen. Das Bildungsministerium in Mainz sprach von einem sehr guten Verlauf. Nur in vier der rund 130 Gymnasien mit einem Abi nach regulär neun Jahren wurden die Prüfungen verschoben.

Senioren angehustet

Kinder und Jugendliche haben ältere Menschen offenbar angehustet oder sogar angespuckt und dabei „Corona!“ gerufen, meldet die Polizei aus Mannheim. „Das ist kein Scherz mehr und geht gar nicht! Wer das erlebt oder sieht, ruft uns bitte gleich an und erstattet Anzeige“, sagen die Beamten. Die Eltern sollten ihrem Nachwuchs klarmachen, dass so ein Unfug eine Straftat ist. In den Pfälzer Polizei-Führungszentralen in Ludwigshafen und Kaiserslautern liegen bislang keine derartigen Berichte vor.

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