Rheinland-Pfalz RHEINPFALZ Plus Artikel Pilzhochstraße Ludwigshafen: Im März greifen die Bagger ein

Die ersten von insgesamt 2500 benötigten Baustämmen für die Stützkonstruktion wurden bereits am Montag angeliefert.
Die ersten von insgesamt 2500 benötigten Baustämmen für die Stützkonstruktion wurden bereits am Montag angeliefert. Foto: KUNZ

Die Stadt Ludwigshafen hält an ihrem ehrgeizigen Ziel fest, die einsturzgefährdete Pilzhochstraße bis Ende Juni abzureißen. Das bekräftigte am Montag Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (SPD) bei einem Pressegespräch und danach im Stadtrat. Knapp fünf Monate nach der Sperrung des 500-Meter-Teilstücks der Hochstraße Süd (B 37) liege nun ein konkreter Zeitplan auf dem Tisch, so Steinruck. Demnach werde die Abrissfirma Moß aus dem Emsland Mitte Februar damit beginnen, die aus insgesamt 2500 Baumstämmen bestehende Stützkonstruktion mit ferngesteuerten Wagen unter die Trasse zu schieben, damit diese nicht einstürzt. Das werde drei bis vier Wochen in Anspruch nehmen, erläutere Stefan Feldmann, Technischer Leiter bei Moß.

Brücken-Auffahrt dann für zwei Wochen dicht

Im nächsten Schritt werde in zwei bis drei Tagen – ebenfalls ferngesteuert – der Straßenbelag abgefräst. Anfang/Mitte März könne dann das erste von insgesamt zehn Bauwerken mit den Scheren der vier eingesetzten Bagger Stück für Stück abgetragen werden. Dafür muss die Auffahrt zur Konrad-Adenauer-Brücke über den Rhein nach Mannheim für zwei Wochen voll gesperrt werden. Im Mai soll der Straßenbahnverkehr vom und zum zentralen Verkehrsknotenpunkt Berliner Platz wieder regulär fließen.

Die Baustelle direkt neben der Pilzhochstraße ist unterdessen weitgehend eingerichtet. Das Okay der Prüfstatiker für die Stützkonstruktion, ein Prototyp wurde bereits gefertigt, soll in zwei Wochen vorliegen. Der reine Abriss kostet rund 8,5 Millionen Euro.

Hoffen auf Berlin und ein schnelles Verfahren

Parallel würden die Planungen für den Ersatzbau weiter vorangetrieben, sagte Steinruck – und hofft dabei auf das Planungsbeschleunigungsgesetz, das Ende des Monats im Bundestag und im Bundesrat zur Abstimmung ansteht. Es soll Genehmigungsverfahren erheblich verkürzen. „Ich bin da guter Dinge“, sagte Steinruck. Die Landesregierung habe in Berlin energisch für das Gesetzesvorhaben geworben, das auch anderen Städten zugutekomme. Wird es verabschiedet, dann könnte ein Ersatzbau für die Pilzhochstraße bis 2025 stehen.

Um die Bürger umfassend über alle Schritte rund um die anstehenden Arbeiten an den beiden Hochstraßen zu informieren – denn auch die Nordtrasse (B 44) ist marode – hat der Ludwigshafener Stadtrat die dafür bis 2022 anfallenden Kosten in Höhe von 750.000 Euro am Montag abgesegnet.

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