Rheinland-Pfalz Philippsburg: Kernkraftwerk bleibt abgeschaltet

«Philippsburg». Das Kernkraftwerk Philippsburg wird wegen eines technischen Defekts vorläufig noch nicht wieder ans Netz gehen. Das sagte das Energieunternehmen EnBW gestern, nachdem Block 2 am Mittwoch heruntergefahren worden war. Ursache sei „eine Rissbildung in einem der Turbolader des Dieselmotors“ des Notstromaggregats, hieß es in der Mitteilung. Ein vergleichbarer Schaden war laut EnBW bereits im April 2018 an dem Notstromaggregat aufgetreten. Solange die Ursache für den oder die Risse nicht geklärt sei, werde Block 2 nicht ans Netz gehen. Auf die mögliche Dauer des Stillstands ging EnBW nicht ein. Der Befund Rissbildung werde in die Kategorie E (Eilmeldung) eingestuft – dies entspreche der untersten Stufe der siebenstufigen internationalen Skala zur sicherheitstechnischen Bewertung von Ereignissen in Kernkraftwerken. Auswirkungen auf Personen habe es nicht gegeben. Zudem hat es laut dem Unternehmen beim Herunterfahren der Anlage im konventionellen, also nicht-nuklearen Kreislauf der Anlage bei einer Armatur einen Funktionsfehler gegeben. Die Armatur regelt die Zufuhr von Wasser in einen der vier Dampferzeuger. Block 2 des Kernkraftwerks war 1984 in Betrieb gegangen.