Rheinland-Pfalz Neuartige Klimamodelle: So will sich das Land gegen Sturzfluten wappnen
Mit neuartigen Klimamodellen will sich Rheinland-Pfalz besser vor Hochwasser, Starkregen und Sturzfluten schützen. Dabei setzt das Umweltministerium auf die Zusammenarbeit mit zwei weiteren Bundesländern.
Im Donnersbergkreis hat es laut Versicherungsverband 93 von 1000 Gebäuden erwischt, im Kreis Bad Dürkheim 103 und im Rhein-Pfalz-Kreis 106: Extreme Regenfälle richteten in den vergangenen Jahren Schäden an, die Hausbesitzer dann im Schnitt zwischen 5000 und 10.000 Euro gekostet haben. Und wegen des Klimawandels rechnen Wissenschaftler damit, dass solche Unwetter noch häufiger und stärker werden. Doch damit sich Städte und Gemeinden darauf einstellen und ihre Vorkehrungen anpassen können, müssen sie möglichst genau wissen, was auf sie zukommt.
Neue Klimamodelle auswerten
Helfen soll ihnen dabei ein neues Projekt der länderübergreifenden Kooperation Kliwa (Klimaveränderung und Konsequenzen für die Wasserwirtschaft), für das sich Rheinland-Pfalz, Bayern und Baden-Württemberg vor 20 Jahren zusammengetan haben. Der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) sagt: „Ab 2020 werden wir die neueste Generation von Klimamodellen auswerten, um in Zukunft auch kleinräumige Starkniederschläge darstellen zu können. Das Erforschen der Gegenwart soll einen Blick in die Zukunft ermöglichen.“
Seine rheinland-pfälzische Kollegin Ulrike Höfken (Grüne) ergänzt: „Die abnehmende Grundwasserneubildung, Dürreperioden und Starkregenereignisse der letzten Jahre haben uns in Rheinland-Pfalz drastisch vor Augen geführt, wie wichtig es ist, bereits heute auf den sich abzeichnenden Klimawandel zu reagieren und uns anzupassen.“