Rheinland-Pfalz Mainz: 1000 Jahre alter Sarkophag in Mainz geöffnet (mit Bildergalerie)

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Mitglieder des internationalen Forscherteams dokumentieren den geöffneten Sarkophag.

Die spektakuläre Öffnung eines 1000 Jahre alten Sarkophags in der Mainzer Johanniskirche sollte ein Rätsel lösen: Denn Experten vermuteten, dass es sich um das Grab des 1021 verstorbenen Mainzer Erzbischofs Erkanbald befinden könnten. Bestätigen am Dienstag gefundenen Goldreste diese Annahme?

In andächtiger Stille hebt sich die 700 Kilogramm schwere Steinplatte in der Mainzer Johanniskirche nach oben. Nur die rasselnde Kette des Flaschenzugs ist zu hören, mit dem Jörg Walter, Leiter der Mainzer Dombauhütte, den in einen Metallrahmen eingefassten Deckel des Sarkophags hebt. Gespannt blicken die in weiße Schutzanzüge gehüllten Forscher in das Innere des rund 1000 Jahre alten Sargs. „Ich habe etwas Goldenes glitzern gesehen und dachte sofort: Das ist kein Knochen“, sagt Matthias Heinzel vom Leibniz-Forschungsinstitut für Archäologie. Zusammen mit seinem Kollegen Stephan Ritter gehört er als Experte für historische Metalle dem Team von 14 Forschern an. „Ein so direkter Kontakt zu absolut unberührten archäologischen Fundzusammenhängen ist etwas ganz Besonderes und Einzigartiges.“ Die Steinplatte wird auf einem Holzpodest neben dem Sarkophag abgelegt. Im Inneren sind zwischen rötlichen Sandsteinwänden die Überreste eines Toten zu erahnen. An einem Ende liegen drei Steinplatten, auf die vermutlich der Kopf gelegt wurde, vielleicht auf einem inzwischen verfallenen Kissen. „Es ist eine Priesterbestattung mit höchster Wahrscheinlichkeit“, erklärte nach ersten Untersuchungen später der wissenschaftliche Forschungsleiter Guido Faccani. Die in dem Steinsarkophag bestattete Person könne aber bislang nicht identifiziert werden. Auch das genaue Alter des Grabes sei noch nicht zu bestimmen. Die Bestattung sei zwischen dem 10. und 13. Jahrhundert erfolgt. Weitere Erkenntnisse erhoffen sich die beteiligten Wissenschaftler von Gewebeuntersuchungen und Analysen der aufgefundenen Textilreste.

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Das Forscherteam bereitet das Abheben des Sarkophag-Deckels vor.
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Ein Mitglied des Forscherteams vermisst die Überreste vom Oberkörper.
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Mitglieder des Forscherteams begutachten ein entnommenes Fragment.
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Mit einer Hebeinrichtung wird der Sarkophag geöffnet.
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Am 6. Dezember 2018 wurde bei Ausgrabungen in der evangelischen St. Johanniskirche der Sarkophag entdeckt, der möglicherweise die Grablegung eines Bischofs war. Sechs Jahre nach Beginn der Grabungen wird am 4. Juni der Sarkophag aus dem 11. Jahrhundert geöffnet werden.
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Die St. Johanniskirche steht in unmittelbarer Nähe zum Mainzer Dom.
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Die Medien beobachten das Öffnen des Sarkophags.
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