Rheinland-Pfalz Lieferengpässe bei Weinflaschen

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«Neustadt». Winzern in der Pfalz gehen derzeit teilweise die Flaschen aus. Einige mussten daher den Füllplan ändern; andere haben sich dagegen frühzeitig Vorräte zugelegt.

„Wir können nur hoffen, dass die Engpässe behoben werden können“, sagt Andreas Köhr, Sprecher des Bauern- und Winzerverbands Rheinland-Pfalz Süd. An der Situation etwas zu ändern, sei jedoch schwierig. Von einigen Winzern habe er gehört, dass sie Schwierigkeiten hätten, genügend Flaschen aufzutreiben. Von Problemen beim Flaschenbezug berichtet beispielsweise Heike Darting aus Bad Dürkheim. Sie war kürzlich auf der Suche nach grünen Flaschen für die Literweine ihres Betriebs – ohne Erfolg. Auch Steffen Mugler, Winzer aus Maikammer, berichtet vom Flaschenmangel. Zum Glück hatte er frühzeitig bestellt, sagt er gestern. Gleich zwei Lkw-Ladungen hat sich der Abfüller Sebastian Raumland aus Bockenheim als Reserve auf den Hof liefern lassen, als er im November vom drohenden Engpass erfuhr. Dennoch muss er nun noch Flaschen aus Frankreich und Osteuropa importieren. „Ich verstehe nicht, wie das mit einer Standardflasche passieren kann“, sagt er. Die würden schließlich ständig gebraucht. Branchenkenner haben für die Lieferengpässen zwei Gründe ausgemacht: Zum einen seien Ende letzten Jahres die Preise für Weinflaschen stark gestiegen. Die daraufhin zunächst sinkende Nachfrage könnte für einen Rückgang der Produktion gesorgt haben. Zum anderen seien gleich in mehreren Glashütten in Deutschland Schmelzwannen in Reparatur. Es wird vermutet, dass sich die Glashütten während der Engpässe eher auf Wasser- oder Saftflaschen konzentrieren, da dieses offenbar Geschäft lukrativer ist. Peter Mohr von der Flaschengroßhandlung Wittmer in Kirrweiler geht eher von einer normalen Produktionsschwankung aus. „Wer geplant hat, hat einen Vorteil“, sagt er. Lieferengpässe kämen öfter vor.

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