Rheinland-Pfalz „Leistung für Gesellschaft kann nicht umsonst sein“

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ERLENBACH

(hll). In zehn Jahren wird sich die Zahl der Schäfer im Pfälzerwald halbiert haben, wenn sich an den Rahmenbedingungen nichts ändert. Diese Befürchtung äußerte gestern Rainer Wulff, Geschäftsführer des Landesverbandes Schaf- und Ziegenhalter in Rheinland-Pfalz, bei der Eröffnung der Pfälzerwald-Lamm-Initiative in Erlenbach (Südwestpfalz). Die Weideschäfer leisten mit ihren Tieren einen wesentlichen Beitrag zur Offenhaltung der Wiesentäler im Pfälzerwald, erläuterte Wulff. Dies diene dem Artenschutz wie der Erhaltung der landschaftlichen Vielfalt. Davon profitiere auch der Tourismus. „Die Schäfer erbringen eine Leistung für die Gesellschaft, die nicht umsonst sein kann“, betonte Wulff. Gäbe es die Schäfer nicht mehr, müssten Maschinen die Offenhaltung der Landschaft übernehmen. Deren Einsatz würde aber das Zehnfache der Schafhaltungs-Kosten verschlingen. Wulff forderte vom Land eine Aufstockung der bisherigen Beweidungsprämie von 105 auf 200 Euro pro Hektar. Die Flächen im Pfälzerwald seien nicht einfach zu bewirtschaften. Derzeit beweiden die Schafhalter im Pfälzerwald rund 1500 Hektar. Mit der Lamm-Initiative stellt das Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen die Bedeutung der Schafhaltung heraus und wirbt für deren Produkte. Weitere Infos im Internet: www.pfaelzerwald.de.

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