Rheinland-Pfalz RHEINPFALZ Plus Artikel Kommentar zur Gesundheitsministerin: Nerven liegen blank

Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler.
Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler.

Es mag dem Wahlkampf geschuldet sein, dass Gesundheitsministerin Bätzing-Lichtenthäler (SPD) dünnhäutig reagiert.

VNein, es waren keine guten Neuigkeiten in diesem „Update“ vom Dienstag, in dem Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) über den neuesten Stand in Sachen Corona-Impfung informierte. Nachricht eins: Wer einen Impftermin vereinbaren will, hat schlechte Karten. Bis Mitte Februar ist alles ausgebucht. Weitere Termine gibt es erst, wenn weitere Impfstofflieferungen fest vereinbart sind. Nachricht zwei: Wer alt ist, zu Hause im Bett liegt und nicht mehr aufstehen kann, für den gibt es noch keinen geeigneten Impfstoff.

Lieber gute Nachrichten

In einer Krise und dazu im Wahlkampf verkünden Politiker lieber gute Neuigkeiten, also lobt die Ministerin, wie viele Impfwillige schon registriert sind. Der Hinweis, dass andere gescheitert sind, weil sie am Telefon nicht durchkamen oder Probleme mit der Online-Registrierung hatten, brachte Bätzing-Lichtenthäler dazu, dass ihr in der laufenden Pressekonferenz der Kragen platzte. Das ist menschlich, zeugt politisch aber von blanken Nerven.

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